Unwetter im Berner OberlandAufräumarbeiten in vollem Gang Geschäftsführer der Zentralbahn «Schaden mit Sicherheit im Millionenbereich»
Nach heftigen Unwettern am Montagabend mussten in Brienz 70 Personen evakuiert werden. Die Zugstrecke nach Grindelwald ist bis Freitag unterbrochen.
Geschäftsführer der Zentralbahn «Schaden mit Sicherheit im Millionenbereich»
Die Lage sei zurzeit sehr herausfordernd, erklärt Michael Schürch, Geschäftsführer der zb Zentralbahn AG, bei einem Augenschein vor Ort. Es werde mehrere Wochen dauern, bis die Züge wieder durch Brienz fahren können. Der Schaden belaufe sich zweifellos im Millionenbereich.
Einen vollständigen Schadensbericht liege allerdings noch nicht vor. Besonders problematisch sei vor allem der Schlamm auf den Schienen, der, wenn er trocken sei, so hart wie Beton werde.

Die Zentralbahn AG stehe zudem in ständigem engen Kontakt mit der Gemeinde. Heute habe man gemeinsam entschieden, dass man beim Milibach weiterhin zwei Trassen bildet. «Sollte es heute Abend nochmals zu starkem Gewitter kommen, wird das Wasser weiterhin durch den Tunnel abgeleitet.» Bei der Schadensbehebung auf der anderen Seite müsse man zurzeit warten, bis sich die Wasserstabilität etwas verbessert.
Bei den Fahrgästen bestehe grosses Verständnis, besonders auch von Touristen. «Unsere Kundenlenkerinnen und Kundenlenker informieren vor Ort über die aktuelle Lage. Zur Orientierung verfügen sie über Bilder, welche das Ausmass des Unwetters zeigen. Wenn ein Tourist aus dem Ausland die Schuttmengen sieht, ist danach allen klar, dass man keinen Bahnbetrieb leisten kann», sagt Schürch. (hub)
Kantonsstrasse zwischen Zweilütschinen und Grindelwald ganz offen
Die Kantonsstrasse zwischen Zweilütschinen und Grindelwald ist ab sofort wieder in beide Richtungen uneingeschränkt befahrbar. Das hat der Kanton Bern am Mittwochabend mitgeteilt.
Die Kantonsstrasse war während des Unwetters vom Montagabend im Bereich des Chienbachs auf einer Länge von rund 80 Metern mit Geröll verschüttet worden. Die Schicht war teilweise bis zu vier Meter hoch, wie die Bau- und Verkehrsdirektion in einer Mitteilung schrieb.
Insgesamt habe das Tiefbauamt rund 3000 Kubikmeter Material geräumt. Das entspreche dem Volumen von rund 200 Lastwagenladungen, hiess es weiter.
Die Kantonsstrasse war bereits am Dienstagabend vorerst einspurig und mit wechselseitiger Verkehrsführung wieder in Betrieb genommen worden. (SDA)
Aufräumarbeiten in Brienz in vollem Gang
Nach dem verheerenden Unwetter vom Montagabend sind in Brienz die Aufräumarbeiten weiterhin im Gang. Für alle Evakuierten konnten unterdessen private Unterkünfte gefunden werden.

Betroffene konnten am Mittwoch begleitet in ihre Häuser, um das Nötigste zu holen, etwa dringend benötigte Medikamente. Dies sei möglich, solange das Wetter dies zulasse, führte Gemeinderatspräsident Peter Zumbrunn vor den Medien aus. Die Sicherheit gehe natürlich vor.
Verkehrsachsen am Freitag wieder frei
Derweil gehen die Räumungsarbeiten voran. Die grossen Achsen sollten bis am Freitagabend wieder frei sein. Die Hauptstrasse wird laut Zumbrunn sicher bis am Sonntag noch geschlossen bleiben, die Bahnstrecke länger. Im Mühlebach, der am Montag über die Ufer ging, haben sich zahlreiche grosse Felsbrocken verkeilt. «Wir haben 30-Tonnen-Bagger vor Ort, die bringen die Brocken nicht raus», berichtete der Gemeinderatspräsident. Sie müssten nun wohl durch Sprengungen zerkleinert werden.
Das Bachgerinne sei aber soweit freigelegt, dass das Wasser abfliessen könne. Bei stärkeren Regenfällen werde es durch eine Gasse geleitet oder schlimmstenfalls wieder durch den Bahntunnel Richtung Bahnhof. Im Osten wurde ein Damm aufgeschüttet, um den angrenzenden Dorfteil vor allfälligen Überflutungen zu schützen. (SDA)
Gemeinderatspräsident Peter Zumbrunn: «Bei manchen Häusern habe ich persönlich Zweifel, ob sie noch zu retten sind»
In einer kurzen Medienorientierung informierte Gemeinderatspräsident Peter Zumbrunn darüber, wie Brienz in den letzten Stunden die Katastrophe vom Montagabend bewältigt hat.
«Unser Fokus liegt darauf, das Gerinne des Milibachs so freizukriegen, dass das Wasser bei neuen Niederschlägen geordnet abläuft», sagte Zumbrunn. Unter anderem wurde östlich des oberen Bachlaufs ein Damm aufgeschüttet. Er soll verhindern, dass sich plötzlich neue Fluten in besiedelte Gebiete ergiessen, die bisher verschont wurden.
Am Mittwochabend finden zwei Info-Anlässe für die Bevölkerung statt. «Wir sind dankbar, dass die Solidarität im Dorf spielt», sagte Zumbrunn. «Alle 70 Personen, die evakuiert wurden, konnten privat untergebracht werden, niemand muss in einer Zivilschutzanlage leben.»
Allerdings sei jetzt schon klar, dass manche Betroffene während Monaten nicht an eine Rückkehr in ihr Zuhause denken können. «Bei manchen Häusern habe ich persönlich Zweifel, ob sie noch zu retten sind», sagte Zumbrunn. Die Gemeinde sei deshalb jetzt schon daran, Unterkünfte zu suchen, in denen Betroffene für längere Zeit ein Dach über dem Kopf finden.

«Dankbar» zeigte sich der Gemeinderatspräsident auch für die «vielen Angebote, die uns von Menschen erreichen, die bei der Behebung der Schäden helfen wollen.» Er bat indes um Verständnis dafür, dass die Verantwortlichen aktuell möglichst wenig Menschen in der roten Zone haben möchten. Grund: «Da wird mit schweren Maschinen gearbeitet, weshalb es für Menschen heikel werden kann, die sich in solch einem Umfeld nicht auskennen.» Aktuell gehe er davon aus, dass freiwillige Helferinnen und Helfer «wohl etwa in zehn Tagen» in den Einsatz gehen könnten, um dort Hand anzulegen, wo man mit Maschinen nicht mehr zu Werke gehen kann. (maz)
Strom- und Wasserversorgung wieder hergestellt, Post umgeleitet
Am Mittwochnachmittag teilt das Regionale Führungsorgang Oberer Brienzersee (RFO) mit, dass die rote Zone rund um den Milibach weiterhin untersagt ist. Die geplanten Begehungen zu den evakuierten Gebäuden mussten jedoch abgesagt werden. Dies aufgrund der Wetterprognosen, die am Nachmittag weitere Unwetter und Regen vorhersagen. Für den Mittwochabend sind jedoch zwei Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung geplant.
Die Strom- und Wasserversorgung konnte dank diverses Massnahmen weitestgehend wieder instandgesetzt werden, so das RFO weiter.
Die Post wird zurzeit aufgrund diverses Schäden in der Post Brienz in Interlaken eingelagert. Die Post soll am Donnerstag in Brienz wieder zugestellt werden. (law/pd)
Brienzersee: Dampfschiff fährt wieder
Auch die Schifffahrt auf dem Brienzersee ist vom heftigen Unwetter betroffen. Aufgrund von Treibholz im See wurde am Montag das Dampfschiff durch ein Motorschiff ersetzt, wie Andri Largiadèr von der BLS Schifffahrt AG mitteilt. Am Dienstag sei dieses allerdings bereits wieder unterwegs. Die Zusammenarbeit mit der Seepolizei verlaufe dabei reibungslos.
Da die Anlegestelle in Brienz bis zu einem halben Meter mit Schlamm bedeckt ist, müssen Reisende mit dem Schiff in Giessbach aussteigen. Die Schiffländte werde voraussichtlich bis Sonntag geschlossen bleiben, so Largiadèr.

Auf dem Thunersee verkehren die Schiffe weiterhin regulär. Am Montagabend wurde zudem eine Extrafahrt für Touristen in Brienz durchgeführt, bei der 600-700 Personen transportiert wurden. (hub)
Wie gehen Schiffskapitäne mit Schwemmholz um, das im See treibt? Hier gehts zur Reportage anlässlich der Hochwasser im Berner Oberland von 2021.
Hauptstrasse in Därligen wieder offen
Die Hauptstrasse in Därligen aus Richtung Interlaken ist ab sofort wieder offen und in beiden Richtungen uneingeschränkt befahrbar. Dies teilt die Kantonspolizei Bern am Mittwochmorgen mit.
Sie musste aus Richtung Interlaken gesperrt werden, weil das Unwetter vom Montagabend Geröll auf die Fahrbahn gespült hatte. Das Tiefbauamt des Kantons Bern hat die Reinigungsarbeiten inzwischen abgeschlossen. (law/pd)
90 Meldungen bei der Kantonspolizei Bern nach Unwettern am Dienstagabend
Zwischen Dienstagabend, 16.30 Uhr, und Mittwochmorgen, 8 Uhr, gingen bei der Kantonspolizei 90 Meldungen rund um das Unwetter, das über den Kanton Bern zog, ein. Dies teilt die Kantonspolizei Bern am Mittwoch auf Anfrage mit.

Mehr als die Hälfte davon bezogen sich auf unterlaufene Keller oder Unterführungen, sechs Meldungen gingen zu Ästen oder weiteren Gegenständen auf Strassen ein. In Steffisburg schlug bei der alten Bernstrasse ein Blitz in ein Einfamilienhaus ein. Die Feuerwehr war vor Ort, es entwickelte sich jedoch kein Feuer und das Haus ist weiterhin bewohnbar.
Im ganzen Kanton kam es zu keinen verletzten Personen. (law/pd)
Inferno Triathlon nach Unwettern im Berner Oberland abgesagt
Der Inferno Triathlon vom Samstag ist nach den Unwettern vom Montagabend abgesagt worden. Die Folgen des Unwetters in Brienz und Grindelwald sowie die unsicheren Wetterbedingungen verunmöglichten einen ordnungsgemässen Aufbau der Infrastruktur, teilten die Organisatoren am Mittwoch mit.

Der Triathlon führt von Thun via Interlaken auf das knapp 3000 Meter hohe Schilthorn. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwimmen 3,1 Kilometer, legen 97 Kilometer mit dem Rennrad und 30 Kilometer mit dem Mountainbike zurück und absolvieren dann einen 25 Kilometer langen Berglauf.
Wie die Organisatoren weiter mitteilten, findet der Inferno Halbmarathon statt. Abgesagt wurde dagegen auch der Fun Triathlon. (SDA)
Erneute Gewitter
Erneut ziehen am Dienstagabend heftige Gewitterzüge über grosse Teile des Berner Oberlands. Videos und Bilder auf den sozialen Medien dokumentieren heftigen Niederschlag, stürmische Winde und eine enorm hohe Blitzfrequenz. In vielen Gebieten wie zum Beispiel in Reichenbach melden Leserinnen und Leser starken Hagel.

Die Gewitterzelle zieht langsam von Süden her über den Kanton, auch die Städte Thun und Bern sowie das Schwarzenburgerland und das Emmental werden mit starken Niederschlägen und unzähligen Blitzen eingedeckt. Die heftige Gewitterlage soll laut Prognosen von SRF Meteo in grossen Teilen des Kantons bis nach Mitternacht anhalten. Von möglichen Schäden ist zurzeit noch nichts bekannt. (wrs/mb)

Zentralbahn rechnet mit mehrwöchigem Unterbruch
Wie die Zentralbahn in einer Mitteilung schreibt, rechnet sie nach einer ersten Schadensbeurteilung auf dem Abschnitt von Brienz Richtung Ebligen von einem Unterbruch von mehreren Wochen. So lange dauere es, das Trassee von jeglichem Geschiebe zu befreien. Teilweise müssten Schienen neu verlegt werden.

Als der Milibach über die Ufer trat, spülte er grosse Mengen an Geröll und Holz in das Gleisbett und den einen Kilometer langen Brienzer Tunnel. Teilweise stand das Wasser bis zwei Meter über der Gleishöhe und hat die meisten elektrischen Einrichtungen beschädigt. Heute liegen bis zu fünf Meter Geröll und Holz auf den Schienen. Aussagen zu Kosten seien zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.
Die Strecke zwischen Brienz und Interlaken bleibt gesperrt. Ein Bahnersatz ist eingerichtet. (pd/mb)
Kantonsstrasse nach Grindelwald wird wieder geöffnet
Die Kantonsstrasse zwischen Zweilütschinen und Grindelwald wird heute Abend um 20 Uhr wieder geöffnet. Dies teilt die kantonale Bau- und Verkehrsdirektion mit. Weil die Räumungsarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind, ist vorerst nur eine Fahrspur offen. Der Verkehr wird wechselseitig geführt und durch ein Lichtsignal geregelt.
Die Hauptstrasse in Därligen aus Richtung Interlaken bleibt für den allgemeinen Verkehr vorerst noch gesperrt. Für den öffentlichen Verkehr ist die Strecke ab morgen Mittwoch wieder offen. (pd)
Wassermassen
Ein Video eines Facebook-Users, der allerdings anonym bleiben will, zeigt die enormen Wassermassen, die der Milibach ins Tal führt.
Strassen nach Grindelwald wieder offen
Nach einem Murgang zwischen Gündlischwand und Lütschental waren die Strassen nach Grindelwald gesperrt. Wie das Newsportal BärnToday schreibt, ist die alte Strasse seit 13.30 Uhr wieder wechselseitig befahrbar, jedoch nur für Fahrzeuge bis maximal 3,5 Tonnen.
Die Kantonsstrasse soll voraussichtlich ab 19.30 Uhr wechselseitig befahren werden können, den definitiven Entscheid fällt der Kanton aber erst noch.
Die Gemeinde hat heute Nachmittag eine Umfahrung für Notfall- und Versorgungstransporte sowie für diejenigen, die das Dorf verlassen wollen, eingerichtet.
Begehung der evakuierten Gebäude
Wie die Gemeinde Brienz mitteilt, wurde bei der «Schnätzi» ein Treffpunkt eingerichtet, wo sich evakuierte Personen mit Feuerwehrleuten treffen können. Bis 18 Uhr begleiten die Feuerwehrleute dann die Anwohner der roten Zone kurz in die Wohnung. Weitere Zeitfenster für morgen Mittwoch werden je nach Witterung folgen. (pd)
Stall weggeschwemmt – 8 Esel überleben
Bruno Lörtscher, der seit 2002 in Brienz eine eigene Tierarztpraxis hat, wohnt mit seiner Frau nur wenig entfernt unterhalb des Geschiebesammler des Milibachs.
«Ich war zuhause und habe gleich gesehen, dass das Wasser oben beim Geschiebesammler hoch kommt. Da habe ich meiner Frau gesagt, komm wir gehen.» Er habe nicht daran geglaubt, dass seine acht Esel im Stall überleben. «Aber wie durch ein Wunder haben sich die Tiere zusammen auf einen kleinen Vorsprung gerette», erzählt er einem Reporter vor Ort am Dienstagnachmittag.
«Der Stall ist weg und auch von unserem Wohnhaus ist nicht mehr viel übrig» – sagt Lörtscher und schüttelt den Kopf. (hau)
Grindelwald bis Freitag nicht per Zug erreichbar
Die Bahnstrecke zwischen Zweilütschinen und Grindelwald bleibt bis voraussichtlich am Freitag unterbrochen. Ab Dienstagabend sollen Ersatzbusse verkehren, wie die Berner-Oberland-Bahnen mitteilten.
Seit Dienstagmorgen mussten Reisende von und nach Grindelwald über Wengen und den Männlichen ausweichen.
An Gleis und Fahrleitung zwischen Zweilütschinen und Grindelwald entstanden während des schweren Gewitters vom Montagabend Schäden durch das viele Wasser und umgestürzte Bäume, schrieben die BOB weiter. Die Kosten könnten noch nicht beziffert werden. (SDA)
Schiffahrt auf Brienzer- und Thunersee eingeschränkt
Aufgrund von Sturmschäden kann die Schiffsanlegestelle Brienz (Brienzersee) bis und mit Freitag, 16. August 2024 nicht bedient werden. Das Dampfschiff «Lötschberg» verkehrt wegen Schwemmholz bis auf weiteres nicht. Alle anderen Kurse auf dem Brienzersee verkehren zwischen Interlaken Ost und Giessbach gemäss Fahrplan. Die Verkaufsstelle in Brienz bleibt bis auf weiteres geschlossen.
Aufgrund einer technischen Störung kann das MS «Bubenberg» auf dem Thunersee nicht im Kurs eingesetzt werden. Die Kursfahrten werden durch das MS «Beatus» ersetzt.
Brienzer Rothorn Bahn auf unbestimmte Zeit geschlossen
Das Unwetter vom Montagabend hat auch die Brienz Rothorn Bahn getroffen. Bei der Zahnradbahn sind Gleisanlagen beschädigt worden. Daher müsse der Betrieb bis auf Weiteres eingestellt werden, schreibt die BRB auf ihrem Internetportal.
Das Schadensausmass ist noch unklar. Derzeit sei nicht absehbar, wie lange der Ausfall dauern werde, heisst es. Zuerst müssen die Schäden eingeschätzt werden und dann die notwendigen Reparaturen erfolgen können. Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, die Strecke so schnell wie möglich wieder sicher befahrbar zu machen.
Die Strecke führt vom Bahnhof in Brienz über das Einzugsgebiet des Milibachs, der besonders stark angeschwollen ist und in Brienz Schäden verursachte, auf die 2244 Meter über Meer gelegene Station auf dem Rothorn. (jw)

GVB schätzt Unwetterschäden auf 25 bis 30 Millionen Franken
Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) geht nach dem Unwetter von rund 1000 Gebäudeschäden aus. Sie schätzt die Schadensumme ersten Hochrechnungen zufolge auf 25 bis 30 Millionen Franken.
Besonders betroffen sind die Gemeinde Brienz sowie Leissingen, Unterseen und Interlaken («Bödeli»). Am grössten sind die Schäden im Umfeld des Milibachs in Brienz. Aktuell ist dort die Zugänglichkeit zu den beschädigten Gebäuden noch eingeschränkt, wie die GVB am Dienstag mitteilte.

Die GVB, bei der alle Gebäude im Kanton Bern gegen Feuer- und Elementarschäden versichert sein müssen, hat ihre Schadenabteilung verstärkt. Weitere Mitarbeitende nehmen Meldungen entgegen.
Am einfachsten und schnellsten können Schäden über das Internetportal gvb.ch gemeldet werden. Betroffene sollen am besten die Schäden durch Bilder dokumentieren und Massnahmen zur Verhinderung von weiteren Gebäudeschäden treffen.
Schadenshöhe bei der Mobiliar noch unklar
Auch die Mobiliar, eine der grössten Sachversicherungen der Schweiz, hat bereits über 200 Schadensmeldungen erhalten. Die meisten aus dem am stärksten betroffenen Brienzer Ortsteil «Änderdorf». Die Schadenhöhe ist noch unklar, wie die Mobiliar am Dienstag mitteilte. Die Berner Versicherungsgruppe geht demnach aktiv auf die potenziell betroffenen Kundinnen und Kunden zu und unterstütze sie vor Ort bei der Schadenbewältigung.
Die Schadenbilder in der gesperrten roten Zone erinnern an das Jahrhundertunwetter von 2005, schreibt die Mobiliar. Das Schadengebiet sei dieses Mal aber deutlich kleiner, weil nebst dem Milibach keine weiteren Gewässer über die Ufer getreten sind. (jw)
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