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Kolumne «Bern & so»Unter der Decke

Manchmal möchte man am liebsten in einem Kokon sein – oder ganz weit weg.

Vor dem Fenster zog das Bernbiet an mir vorbei. Der Belpberg und der Gurten schienen zusammengekauert zu schlummern. Dahinter streckte der Gantrisch seine bepuderte Nase in den kaltblauen Himmel. Bis auf das rhythmische Ruckeln des Zugs war es still.

Mich fröstelte. Der Schnee lag wie gespachtelt auf den Feldern. Zwischen den weissen Streifen lugten dunkle Flecken hervor. Dort zankten Krähen um Futter, schwangen sich in die Luft und flatterten davon. Nach einer Weile verstummte ihr Krächzen über dem Hang, auf dem der Schnee wie mit einer riesigen Zahnbürste verspritzt ein Pünktchenmuster bildete. Sonnseitig dominierte ein moosiges Schlammgrün.

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