Ungarn kauft russische Anteile von MOL auf

Energie

Budapest Der ungarische Staat hat am Dienstag von der russischen Surutneftegas das Anteilspaket von 21,2 Prozent am ungarischen Gas- und Mineralölkonzern MOL gekauft.

Das teilte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban mit, wie die ungarische Nachrichtenagenur MTI meldete. Der Preis habe 1,88 Milliarden Euro betragen, sagte Entwicklungsminister Tamas Fellegi. «Dies war mehr als ein Kauf, dies war ein schwerer Kampf», sagte Orban. Die «Wiederbelebung» der nationalen Industrie sei «Schlüssel» zur Erneuerung Ungarns und Mitteleuropas. Ein Land könne nicht stark sein, wenn es hinsichtlich der Energieversorgung «ausgeliefert» sei. Weitere Details der Transaktion wurden zunächst nicht bekannt. Verhandlungen dazu zwischen den Regierungen in Budapest und Moskau liefen bereits seit November 2010. Surgutneftegas hatte das MOL-Anteilspaket Anfang 2009 von der österreichischen OMV für 1,4 Milliarden Euro gekauft. Die damalige sozialistisch-liberale Regierung Ungarns hatte über diesen Deal Unmut geäussert und daraufhin die so genannte «Lex MOL» im Parlament durchgesetzt. Dieses von der EU beanstandete Gesetz schränkt ausländische Beteiligungen an Unternehmen strategischer Branchen Ungarns ein.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt