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Umfrage auf dem Bundesplatz: Was ist für Sie Familie?

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Alvin Rindlisbacher hat einen Wunsch: Er möchte einmal Vater werden.  Der Berner hat zum Darstellen seiner zukünftigen Familie zwei männliche Playmobilfiguren ausgewählt. Dies hat einen Grund:  Rindlisbacher wünscht sich, dass es in Zukunft auch als Homosexueller möglich sein wird, Kinder zu adoptieren. «Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um diesen Wunsch zu verwirklichen», sagt er. Leider könnten viele Leute homosexuelle Eltern noch immer nicht akzeptieren. Was in den vergangenen Wochen in Frankreich passiert sei, habe ihn erstaunt. «Da sind Leute in meinem Alter auf die Strasse gegangen und haben gegen die Homo-Ehe demonstriert», sagt der 24-Jährige. Junge Menschen, die doch eigentlich aufgeklärt und fortschrittlich sein sollten, wundert sich Rindlisbacher. Dieser Argwohn liege vielleicht daran, dass viele Menschen nicht richtig über Homosexuelle informiert seien. Er wünscht sich darum für die Zukunft, dass Familie nicht mehr nach dem klassischen Modell interpretiert wird. Derzeit ist das Thema Familie für den 24-Jährigen aber noch nicht aktuell. So in etwa zehn Jahren denke er daran, eine Familie zu gründen.
Klassisch: Vania Sofia Rodrigues Ribeiro möchte zwei Kinder.
«Die Familie ist für mich ein absolut zentrales Thema», sagt Vania Sofia Rodrigues Ribeiro aus Steffisburg. Die 25-Jährige will nächstes Jahr heiraten. Über sieben Jahre sei sie schon mit ihrem Partner zusammen. Eine Wohnung teilt sich das Paar bereits. Rodrigues Ribeiros Familie stammt aus Portugal. «In portugiesischen Familien ist der Zusammenhalt das Wichtigste», sagt sie. Familienbande seien die stärksten Bande. Einzig durch den Tod können diese getrennt werden. «Alle anderen Widrigkeiten kann eine Familie bewältigen», sagt Vania Sofia Rodrigues Ribeiro. Ihre Eltern seien immer für sie da gewesen. Dieses Füreinander-da-Sein wolle sie auch ihren eigenen Kindern mitgeben. Mit den Spielfiguren hat sie eine klassische Familie gebastelt. «Ich wünsche mir einmal zwei Kinder», sagt sie.  Ersatzfamilien seien eine gute Sache. Sie verstehe jeden, der sich eine solche zulege. Auch sie habe Freunde, die für sie fast den gleichen Stellenwert besässen wie Familienmitglieder.Mit ihren zukünftigen Schwiegereltern habe sie ein geniales Verhältnis.  «Die sind für mich wie meine zweiten Eltern», sagt sie. Dank den Schwiegereltern sei ihre Familie nun sogar noch gewachsen: «Die kamen zu meiner eigentlichen Familie dazu.»

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