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LeserreaktionenÜber Betriebskosten zu fabulieren ist Propaganda

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Sollte im Abstimmungskampf um neue Kampfjets auch deren Betriebskosten angesprochen werden?
Sollte im Abstimmungskampf um neue Kampfjets auch deren Betriebskosten angesprochen werden?
Foto: Keystone

Zu den Leserbriefen von Thomas Fischer «Das ist schon fast ein Affront» und Marlies Zehnder «Kluge Politik heisst, Prioritäten zu setzen»

Unabhängig und souverän

Thomas Fischer bringt einmal mehr das unzutreffende Argument der amerikanischen Fernsteuerung bei der Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge für die Schweizer Armee. Fakt ist: Die Schweiz kann die von den USA gekauften Waffen unabhängig und souverän in allen Lagen verwenden. Das passiert seit Jahrzehnten mit den F/A-18. Marlies Zehnder hebt dann in ihrem Leserbrief die Zahl von 24 Milliarden Franken hervor. Die Beschaffungskosten für die Kampfflugzeuge haben gemäss der Abstimmungsvorlage ein Finanzvolumen von höchstens 6 Milliarden Franken. Über die Betriebskosten der geplanten Laufzeit von wahrscheinlich mindestens 40 Jahren zu fabulieren, ist schlicht Propaganda.

Christian Lanz, Lidingö (Schweden)

Zu «Egger Bier: Gebraut in Worb, abgefüllt in Appenzell»

Kein regionales Produkt

Mir ist die weltweite Herumschieberei von Lebensmittel so zuwider, dass ich möglichst Produkte aus der Region einkaufe und konsumiere. So auch beim Bier, welches mit Felsenau, Rugenbräu und Egger doch namhafte Vertreter aus der Region stellt. Egger Bier aus der Region? Für mich ist Bier, das 220 km zur Abfüllung und dann wieder 220 km zurück zum Konsumenten transportiert wird ganz einfach kein regionales Produkt mehr. Und deshalb wird Egger Bier auch aus meiner Einkaufsliste verschwinden.

Gerhard Huber, Herrenschwanden

Zum Leserbrief von Hermann Battaglia «Dieses Geld fehlt an anderen Orten»

Zitat des Tages

Über die Betriebskosten der geplanten Laufzeit von wahrscheinlich mindestens 40 Jahren zu fabulieren, ist schlicht Propaganda.

Christian Lanz

Geld stammt aus dem ordentlichen Budget

Es stimmt nicht, dass das Geld für die Beschaffung der Kampfflugzeuge an anderen Orten fehlen würde. Das Geld für ein neues Kampfflugzeug stammt ausschliesslich aus dem ordentlichen Militärbudget. Wie Hermann Battaglia dazu kommt, zu behaupten, dass ebenfalls andere Teile der Armee und Sicherheitsdienste zu kurz kommen werden, ist mir schleierhaft.

Walter Fischer, Einigen


Zu
«Emma verliert, Liam bleibt Sieger»

Hat nichts mit dem Gründungszweck zu tun

Wurde das Bundesamt für Statistik (BFS) geschaffen, um die Bevölkerung mit Angaben wie den beliebtesten Kindernamen zu berieseln? Wie steht es um die zeitnahe Lieferung von aktuellen Daten, welche von Wissenschaft und Firmen oft dringend benötigt, aber oft nur mit grosser Verzögerung geliefert werden? Dabei gehört das BFS zu den am schnellsten wachsenden Ämtern. Das Beispiel zeigt, wie Ämter ihre Tätigkeit auf Dinge ausweiten, die höchstens noch am Rande mit ihrem Gründungszweck zu tun haben. Würde ein bescheideneres «Schuster, bleib bei deinen Leisten!» nicht eher zum System Schweiz passen?

Werner Wiedmer, Biel


Zu
«Wirtschaftsverbände geraten sich in die Haare»

Die Initiative fordert eine Selbstverständlichkeit

Hans-Ulrich Biglers Motivation für ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative ist mir zwar etwas fremd, denn eigentlich geht es in der Initiative um Menschenrechte und Umweltschutz und nicht um einen Kleinkrieg zwischen Gewerbe und Konzernen. Nichtsdestotrotz freue ich mich aber, dass er verstanden hat, dass die KMUs von der Initiative nicht betroffen sind. Es wäre sehr zu begrüssen, wenn sich auch der Gewerbeverband für die Initiative aussprechen würde. Skrupelloses Geschäftsgebaren darf keinen Wettbewerbsvorteil mehr bedeuten. Schliesslich fordert die Initiative eine Selbstverständlichkeit.

Susi Meier, Gasel