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Jetzt gehts ans Oberste GerichtTrump gibt noch lange nicht auf

Der konservative «Supreme Court» soll seine Abwahl verhindern, hofft der amtierende US-Präsident – wahrscheinlich vergebens.

Voller Kampfeslust: US-Präsident Donald Trump diese Woche im Weissen Haus.
Voller Kampfeslust: US-Präsident Donald Trump diese Woche im Weissen Haus.
Foto: Keystone

Den Schlachtruf verbreitete Donald Trumps Anwältin Jenna Ellis auf Twitter. «Auf zum Scotus!», schrieb sie am Freitagnachmittag unter Verwendung der Abkürzung für «Supreme Court of the United States». Das nun anzurufende Oberste Bundesgericht müsse die «Vorwürfe von massivem Wahlbetrug» in Pennsylvania ernst nehmen.

Ellis reagierte auf eine schwere gerichtliche Niederlage. Trumps Anwälteteam blitzte im fünftgrössten US-Gliedstaat bei einem Berufungsgericht mit dem Begehren ab, das Wahlergebnis vom 3. November dürfe nicht beglaubigt werden.

«Anschuldigungen von fehlender Fairness sind ernst», schrieb Richter Stephanos Bibas in dem mit drei gegen null Stimmen ergangenen Urteil. Aber es brauche spezifische Vorwürfe und Beweise. «Beide fehlen hier.» Das Urteil hatte keinen parteipolitischen Hintergrund: Richter Bibas war von Trump ernannt worden.

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