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Fussball-News+++ Fischers Union Berlin seit elf Heimspielen ungeschlagen +++ Xhakas Arsenal bezwingt Leicester +++ Dritter Sieg in Folge für Freulers Atalanta

Was läuft im nationalen und internationalen Fussball? Wie schlagen sich die Schweizer im Ausland? Welche Transfergerüchte kursieren? Alles dazu in unserem Fussball-Ticker.

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Bundesliga: Fischers Union Berlin holt Punkt gegen Hoffenheim
1:1 gegen Hoffenheim: Urs Fischers Union Berlin ist seit elf Heimspielen ungeschlagen.
FC Union Berlin vs TSG Hoffenheim 1899
1:1 gegen Hoffenheim: Urs Fischers Union Berlin ist seit elf Heimspielen ungeschlagen.
Foto: Andreas Gora/Keystone

Mitte Dezember hatte Max Kruse einen Muskelbündelriss erlitten und fiel rund zehn Wochen aus. Gegen Hoffenheim kehrte der 32-Jährige zurück in die Startformation von Urs Fischers Union Berlin – und erzielte in der 9. Minute per Elfmeter das 1:0. Es war der siebte Treffer von Berlins bestem Torschützen.

Für den Sieg reichte Kruses Treffer nicht. Unions Nico Schlotterbeck bezwang nach einer halben Stunde den eigenen Torhüter Loris Karius zum 1:1. Mehr Tore fielen nicht, auch weil Hoffenheims Treffer durch Pavel Kaderabek in der 82. Minute vom VAR wegen Abseits annulliert wurde.

Union Berlin ist mit diesem Unentschieden seit elf Heimspielen unbesiegt. Fischers Team liegt mit 34 Punkten aus 23 Spielen auf Rang 7.

Die Krise von Bayer Leverkusen hat sich hingegen fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz verlor gegen den SC Freiburg 1:2 (0:0). Drei Tage nach dem ernüchternden Europa-League-Aus gegen die Young Boys Bern verpassten die Leverkusener damit die grosse Chance, den Rückstand auf die Champions-League-Plätze nach der Frankfurter Niederlage in Bremen auf zwei Zähler zu reduzieren. Die Freiburger verbesserten sich durch die Tore vom Ermedin Demirovic (50.) und Lucas Höler (61.) auf Rang acht. Leon Bailey gelang nur noch der Anschlusstreffer für Bayer (70.), das auf Platz sechs hinter Borussia Dortmund zurückfiel. (saw/dpa)

Premier League: Xhakas Arsenal bezwingt Leicester, Liverpool gewinnt
Granit Xhaka spielt bei Arsenal durch und gewinnt mit den Londonern 3:1 gegen Leicester City.
Granit Xhaka spielt bei Arsenal durch und gewinnt mit den Londonern 3:1 gegen Leicester City.
Foto: Rui Vieira/Keystone

Arsenal erlebt nach dem Sieg gegen Benfica Lissabon in der Europa League den nächsten Erfolg. Die Londoner gewinnen gegen den Tabellendritten Leicester City 3:1 und holen ihren elften Sieg im 26. Spiel.

Leicester ging in der 6. Minute durch den Belgier Youri Tielemans in Führung, doch Arsenal drehte die Partie noch vor der Pause. David Luiz glich in der 39. Minute aus, und Alexandre Lacazette verwertete in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen Elfmeter. Kurz nach der Pause erhöhte Nicolas Pepé auf 3:1. Bei Arsenal spielte der Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka im defensiven Mittelfeld durch.

Trainer Thomas Tuchel bleibt mit dem FC Chelsea auch nach neun Spielen vorerst ungeschlagen, tritt im Rennen um die Champions-League-Qualifikation allerdings auf der Stelle. Seine Blues verpassten es zuhause beim 0:0 gegen den Tabellenzweiten Manchester United, sich in der Premier-League-Tabelle auf den vierten Platz zu verbessern.

Tottenham legte beim 4:0 gegen Burnley einen Blitzstart hin. Gareth Bale (2. Minute), Harry Kane (15.) und Lucas Moura (31.) sorgten mit ihren Toren für die frühe Entscheidung. Bale traf in der 55. Minute ein zweites Mal. Mit diesem Sieg zog Tottenham an Arsenal vorbei.

Leichtes Aufatmen beim FC Liverpool

Der englische Fussballmeister FC Liverpool hat seine Negativserie nach vier Niederlagen gestoppt. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp gewann am Sonntagabend verdient mit 2:0 (0:0) beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht Sheffield United und rückt damit näher an die Champions-League-Plätze heran.

Ein Treffer von Curtis Jones (48. Minute) und ein Eigentor von Sheffields Kean Bryan (64.), der einen Schuss von Roberto Firmino unhaltbar für Torwart Aaron Ramsdale abfälschte, besiegelten den Erfolg. Ramsdale hatte sein Team in der ersten Halbzeit mit einigen starken Paraden vor dem Rückstand bewahrt. Liverpool war im Stadion Bramall Lane das spielbestimmende Team, aber erneut nicht effizient in der Chancenverwertung. (saw/rom/dpa)

Serie A: Freulers Atalanta Bergamo gewinnt zum dritten Mal in Folge
Nach der Roten Karte unter der Woche in der Champions League gegen Real Madrid gewinnt Remo Freuler mit Atalanta Bergamo in der Serie A zum dritten Mal in Serie.
Nach der Roten Karte unter der Woche in der Champions League gegen Real Madrid gewinnt Remo Freuler mit Atalanta Bergamo in der Serie A zum dritten Mal in Serie.
KEYSTONE

Nach Siegen gegen Cagliari und Napoli gewann Atalanta Bergamo gegen Sampdoria Genua zum dritten Mal in Serie. Beim 2:0-Auswärtserfolg gegen Tabellenzehnten trafen der Stürmer Ruslan Malinovskyi (40. Minute) und der linke Mittelfeldspieler Robin Gosens (70.).

Nachdem er unter der Woche in der Champions League gegen Real Madrid früh die Rote Karte gesehen hatte, spielte der Schweizer Nationalspieler Remo Freuler in Bergamos Mittelfeld durch. Nach zehn Minuten wurde der 28-Jährige verwarnt, es war seine vierte Gelbe Karte in der laufenden Serie A.

Bergamo steht mit diesem Sieg und nach 24 Spielen auf einem Champions-League-Platz – punktgleich mit Juventus, das allerdings eine Partie weniger absolviert hat. Nicht überholt worden ist Bergamo auch am späten Sonntagabend nicht. Dafür hätte die AS Roma im Spitzenspiel AC Milan bezwingen müssen. Die Mailänder entschieden die Partie auswärts aber für sich, das Team von Trainer Stefano Pioli siegte 2:1. (saw/tmü)

Bundesliga: Schalke taumelt weiter, BVB, Bayern und RB siegen

Der FC Schalke 04 taumelt dem Abstieg in der Bundesliga entgegen. Nach dem Wirbel um die angebliche Forderung von Führungsspielern nach einer Ablösung von Trainer Christian Gross erlebte der Tabellenletzte am Samstag mit 1:5 ein Debakel beim VfB Stuttgart.

Bereits vor dem Anpfiff herrschte neue Unruhe bei Schalke. Ein Clubsprecher wies übereinstimmende Medienberichte zurück, wonach Profis einen Trainerwechsel gefordert haben sollen. Lizenzspielerchef Sascha Riether liess die genauen Inhalte von Gesprächen mit Spielern in dieser Woche offen. Auf dem Platz lag der Revierclub bereits nach einer guten halben Stunde mit 0:3 durch die Tore von Wataru Endo (10./26. Minute) und Sasa Kalajdzic (34.) zurück. Der Treffer von Kapitän Sead Kolasinac (40.) war zu wenig, Nabil Bentaleb vergab einen Foulelfmeter gegen den Schweizer VfB-Keeper Gregor Kobel (72.). Stuttgarts Philipp Klement (88.) und Daniel Didavi (90.+2) machten das Schalker Debakel perfekt.

Gross und Schalke stehen weiter auf dem letzten Tabellenplatz und kommen nicht aus den Schlagzeilen.
Gross und Schalke stehen weiter auf dem letzten Tabellenplatz und kommen nicht aus den Schlagzeilen.
Foto: Keystone

Bayern und Dortmund gewinnen

Der FC Bayern München festigte durch den 5:1-Sieg gegen den 1. FC Köln die Spitzenposition. Mit den Rückkehrern Thomas Müller und Serge Gnabry konnten die Bayern ihre kleine Bundesliga-Schwächephase nach zuletzt zwei sieglosen Spielen überwinden. Eric Maxim Choupo-Moting (18. Minute), Weltfussballer Robert Lewandowski (33./65.) mit seinen Saisontreffern 27 und 28 sowie Gnabry (82./86.) ebenfalls per Doppelpack trafen beim verdienten Erfolg gegen harmlose Kölner. Das zwischenzeitliche 1:2 aus Sicht der Rheinländer durch Ellyes Skhiri (49.) liess nur zeitweise Spannung aufkommen.

Borussia Dortmund gewann mit 3:0 gegen Abstiegskandidat Arminia Bielefeld und verkürzte den Rückstand auf die Champions-League-Plätze auf drei Punkte. Dortmund, das weiterhin mit Marwin Hitz anstelle von Roman Bürki im Tor spielte, zeigte wie schon zuletzt beim 3:2 beim FC Sevilla und dem 4:0 bei Schalke eine solide Leistung. Nach einer offensiv harmlosen ersten Halbzeit sorgten Mahmoud Dahoud (48. Minute), Jadon Sancho (58.) und Reinier (81.) für den verdienten Erfolg. Nationalspieler Manuel Akanji verpasste die Partie verletzt. Nach nun fünf Partien ohne Sieg und dabei nur einem Punkt wächst hingegen die Abstiegsgefahr bei Bielefeld.

Leipzig dreht Partie

RB Leipzig hat im Titelrennen einen Patzer dank einer Aufholjagd vermieden. Der Verfolger von Spitzenreiter FC Bayern drehte am Samstagabend die Partie gegen Borussia Mönchengladbach und feierte mit 3:2 den fünften Ligasieg in Serie. Damit beträgt der Rückstand auf die Münchner weiter nur noch zwei Punkte. Jonas Hofmann (6. Minute/Foulpenalty) und Marcus Thuram (19.) sorgten für die Halbzeitführung von Gladbach. Breel Embolo, der in Leipzig in der Startformation stand, war an beiden Toren beteiligt: Er holte gegen Dayot Upamecano den Penalty heraus und bereitete den Treffer von Thuram vor. Embolo spielte wie Goalie Yann Sommer durch. Nico Elvedi (bis 62.) und Denis Zakaria (bis 80.) wurden ausgewechselt.

Dank Christopher Nkunku (57.), Yussuf Poulsen (66.) und Alexander Sörloth (90.+3) setzte sich aber am Ende RB durch. Gladbach wartet nun seit fünf Partien auf einen Erfolg in der Bundesliga und liegt weiter hinter den Europapokalplätzen.

Hertha weiterhin mit Abstiegssorgen

Auch die Situation von Hertha wird immer prekärer. Mit einem Eigentor sorgte Lukas Klünter (38.) für die Führung von Wolfsburg. Nach Videostudium verwehrte Schiedsrichter Bastian Dankert dem Hauptstadtclub in der Schlussphase einen Penalty, Maxence Lacroix (89.) beendete alle Hertha-Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Zudem droht nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Sami Khedira der Ausfall des Hertha-Hoffnungsträgers für die anstehenden Aufgaben. Bei Wolfsburg, das mit Mbabu (bis77.), Steffen (bis 86.) und Mehmedi (ab 92.) spielte, sah Marin Pongracic in der Nachspielzeit Gelb-Rot.

La Liga: Barca klettert auf Rang 2, Atlético siegt

Der FC Barcelona hat mit einem Sieg im Topspiel der spanischen Meisterschaft zumindest bis Montag Platz 2 erobert. Das Team von Trainer Ronald Koeman gewann am Samstag beim Tabellenvierten FC Sevilla mit 2:0. Ousmane Dembélé (29.) brachte Barcelona mit 1:0 in Führung. Superstar Lionel Messi (85.) setzte mit seinem 19. Saisontor den Schlusspunkt gegen den Europa-League-Sieger.

Weiter souveräner Tabellenführer der La Liga ist Atlético Madrid mit 58 Punkten und einem Spiel weniger als Barcelona mit 53 Zählern. Atlético schlug am späten Sonntagabend Villarreal auswärts 2:0. Pedraza (Eigentor) und Félix waren für die Tore zuständig. Nach den jüngsten Niederlagen in der Champions League (Chelsea) und in der Liga (Levante) gehts bei den Madrilenen also wieder aufwärts. (dpa)

Ligue 1: Bordeaux weiter in der Krise, Lyon mit Remis

Ohne den gesperrten Loris Benito verliert Girondins Bordeaux 1:2 gegen Metz. Den Siegtreffer erzielt der eingewechselte Vagner Gonçalves in der 91. Minute. Bordeaux, das nun seit sieben Spielen auf einen Sieg wartet, bleibt im Mittelfeld der Tabelle stehen, Metz ist Fünfter. Allerdings ist der Rückstand auf die Champions-League-Plätze mit elf Punkten weiterhin beträchtlich.

Weltmeister Kylian Mbappé hat Meister Paris Saint-Germain zu einem Pflichtsieg bei der Verfolgung von Spitzenreiter OSC Lille geführt. PSG gewann am Samstag am 27. Spieltag mit 4:0 bei Dijon und rückte bis auf einen Punkt an Lille heran. Nach der frühen Führung durch Moise Kean in der sechsten Minute erhöhte Mbappé (32., Handspenalty/51.) mit zwei Toren und machte so bereits alles klar. Danach traf noch Danilo Pereira (82.).

Nur einen Zähler holte sich am späten Sonntagabend Lyon: Der Tabellendritte musste in der Auswärtspartie gegen Marseille ab der 70. Minute nur noch mit zehn Mann auf dem Feld auskommen, Paqueta sah die Rote Karte. Am Schluss hiess es nach Treffern von Ekambi und Milik 1:1. (va/dpa/tmü)

Juventus und Lazio straucheln

Ärgerliche Punkteteilung für Juventus Turin: Das Team rund um Superstar Cristiano Ronaldo spielte auswärts gegen Verona nur 1:1. Ronaldo selber war in der 49. Minute für die Führung verantwortlich, in der 77. glich Barak für das Heimteam aus. Somit hat der italienische Rekordmeister neu sieben Punkte Rückstand auf Leader Inter Mailand.

Nicht mal einen Punkt gab es für Lazio Rom: Nach der 1:4-Niederlage in der Champions League gegen Bayern München unterlagen die Blauweissen in der Liga Bologna auswärts 0:2. Spezia und Parma trennten sich in der 24. Runde 2:2. (tmü)

Premier League: Manchester City gewinnt weiter

Für einmal sorgten nicht Manchester Citys Offensivkünstler für den Sieg, sondern die Innenverteidiger. Beim 2:1-Sieg über West Ham United waren Ruben Dias (30. Minute) und John Stones (68.) die Torschützen. Sie verlängerten die Siegesserie von Pep Guardiolas Equipe auf 20 Spiele. Zwischenzeitlich hatte Michail Antonio (43.) die Partie ausgeglichen. Somit hat City 13 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Manchester United, der am Sonntag bei Chelsea antreten wird. West Ham liegt als Vierter immer noch auf einem Champions-League-Platz, könnte aber von Chelsea überholt werden.

West Bromwich hat im Duell gegen Brighton & Hove Albion wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt geholt. Der Tabellenvorletzte gewann sein Heimspiel dank einem Treffer von Bartley in der 11. Minute. Die Gäste aus Brighton stehen nach der Niederlage weiter nur knapp vor den Abstiegsplätzen auf Rang 16. Das Spiel verlief bitter für die Gäste, sie verschossen zwei Penaltys und ein Tor wurde ihnen vom VAR aberkannt. U-21-Nationalstürmer Andi Zeqiri sass 90 Minuten auf der Bank. (va/tzi)

Ruben Dias (links) erzielte das 1:0. Auch John Stones (Mitte) war gegen West Ham erfolgreich.
Ruben Dias (links) erzielte das 1:0. Auch John Stones (Mitte) war gegen West Ham erfolgreich.
Foto: Gareth Copley (Keystone)
Sampaoli übernimmt bei Marseille

Olympique Marseille hat gut drei Wochen nach der Trennung im Streit von André Villas-Boas den früheren argentinischen Nationalcoach Jorge Sampaoli als neuen Trainer verpflichtet. Der 60-Jährige hatte vor wenigen Tagen seinen Abschied beim brasilianischen Club Atlético Mineiro bekannt gegeben.

Marseille hatte Villas-Boas Anfang Februar freigestellt, nachdem dieser zuvor seinen Rücktritt angeboten hatte. Der Portugiese hatte sich unzufrieden über die Transferpolitik geäussert. (dpa)

Winterthur sucht Ausweichstadion

Der FC Winterthur will in dieser Saison nach Möglichkeit nicht mehr auf der heimischen Schützenwiese antreten. Geschäftsführer Andreas Mösli sagte gegenüber dem TV-Sender blue: «Wir können nicht unter professionellen Bedingungen Fussball spielen. Wir wollen weg von der Schützenwiese bis Ende Saison, damit der Platz saniert werden kann.»

Mögliche Alternativen sind der Zürcher Utogrund und das Stadion Grünfeld, wo der Promotion-League-Club Rapperswil-Jona seine Heimspiele austrägt. «Es gibt von beiden Orten positive Signale», sagte Mösli gegenüber dem «Landboten». (kai)

Bundesliga: Bremen beendet Liga-Serie von Eintracht Frankfurt
Djibril Sow (links) muss mit Frankfurt wieder einmal eine Niederlage verdauen.
Djibril Sow (links) muss mit Frankfurt wieder einmal eine Niederlage verdauen.
Foto: Tim Groothuis (Keystone/DPA)

Die stolze Erfolgsserie von Eintracht Frankfurt ist Geschichte. Nach elf Bundesliga-Spielen ohne Niederlage verlor der Champions-League-Kandidat am Freitagabend mit einem 1:2 bei Werder Bremen zum ersten Mal in diesem Jahr. Alle drei Tore dieses Spiels sorgten dabei für Gesprächsstoff. Das frühe Frankfurter 1:0 durch André Silva hätte in der 9. Minute eigentlich nicht fallen dürfen, da es vor dem 19. Saisontreffer des Portugiesen einen unberechtigten Eckball für die Hessen gab.

Sowohl das 1:1 durch Theodor Gebre Selassie (47.) als auch das 2:1 durch Joshua Sargent (62.) riefen danach den Video-Assistenten auf den Plan. Beim ersten Treffer korrigierte er eine falsche Abseits-Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns. Das Siegtor überprüfte er zur Sicherheit auch noch einmal. Zudem wurden zwei weitere Bremer Tore wegen Abseitsstellungen nicht gegeben.

Frankfurt, bei dem der Schweizer Djibril Sow durchspielte und Steven Zuber nur auf der Bank sass, verpasste den vorübergehenden Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Werder vergrösserte als Zwölfter den Abstand auf die Abstiegszone. (dpa)

Liverpool-Captain Henderson fällt länger aus

Erneuter Rückschlag für den englischen Meister FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp: Captain Jordan Henderson fällt nach einer Leisten-Operation mehrere Wochen aus. Der Mittelfeldspieler werde mindestens bis Ende März fehlen, teilte der Titelverteidiger am Freitag mit. Liverpool kommt in dieser Saison auch wegen zahlreicher Verletzungssorgen nicht in Fahrt. Das trifft besonders die Abwehr: Bereits seit Monaten fehlt Star Virgil van Dijk den Reds, auch die Verteidiger Joe Gomez und Joel Matip sind länger verletzt. Zuletzt kam Allrounder James Milner hinzu. (dpa)

Thierry Henry tritt als Montreal-Trainer zurück

Der frühere französische Nationalspieler Thierry Henry ist als Trainer des kanadischen Clubs Montreal Impact zurückgetreten. Das gab der Verein der Major League Soccer am Donnerstag bekannt. Familiäre Gründe gaben demnach den Ausschlag. Wegen der Corona-Pandemie konnte er seine Kinder nicht sehen, erklärte Henry. Die neue MLS-Saison startet im April. (dpa)

Kein Verfahren gegen Beckenbauer und Co. wegen Verjährung

Der Weltfussball-Verband Fifa wird das Verfahren gegen Franz Beckenbauer, den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt im Zusammenhang mit dem WM-Sommermärchen 2006 wegen Verjährung nicht weiter verfolgen. Das entschied die rechtsprechende Kammer der unabhängigen Ethikkommission, wie die Fifa am Donnerstag mitteilte.

Die Untersuchungskammer der Ethikkommission hatte 2016 ein Verfahren eingeleitet. Sie war zu dem Schluss gekommen, dass Beckenbauer, Zwanziger und Schmidt im Zusammenhang mit einer Zahlung von 10 Millionen Schweizer Franken an den damaligen Fifa-Vize Mohamed bin Hammam im Jahr 2002 gegen Art. 27 (Bestechung und Korruption) verstossen haben. Die deutschen WM-Macher hatten immer behauptet, dass diese Summe dazu diente, einen Organisationszuschuss vom Weltverband in Höhe von 250 Millionen Schweizer Franken abzusichern. (dpa)

Das Verfahren gegen Beckenbauer wird eingestellt.
Das Verfahren gegen Beckenbauer wird eingestellt.
Foto: Ina Fassbender (Keystone/DPA)

Hitz verlängert beim BVB

Borussia Dortmund hat den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Schweizer Goalie Marwin Hitz um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert. Der 33-Jährige spielt seit 2018 für den BVB, seither kam er hinter Stammtorhüter Roman Bürki in 25 Pflichtspielen zum Einsatz. «Marwin geniesst bei uns sowohl sportlich als auch menschlich eine sehr hohe Wertschätzung», erklärte Sportdirektor Michael Zorc in einer Mitteilung des BVB. (lai)

Rücktritt von Dickenmann

Lara Dickenmann beendet im Sommer ihre herausragende Karriere. Dies gab die 35-jährige Schweizerin via Instagram bekannt. Dickenmann, die bereits vor zwei Jahren aus der Nationalmannschaft zurücktrat, ist Schweizer Rekord-Nationalspielerin. Sie erzielte in 135 Partien 53 Tore.

Nach erfolgreichen Jahren in der Schweiz bei Sursee und Zürich mit fünf Meistertiteln wagte Dickenmann 2009 den Sprung ins Ausland. Die Krienser Offensivspielerin wechselte zu Olympique Lyon und gewann mit dem französischen Verein sechs Meisterschaften und zwei Mal die Champions League. Nach sechs Jahren in Frankreich folgte 2015 der Wechsel zu Wolfsburg. Mit den Deutschen wurde Dickenmann Seriensiegerin in Meisterschaft (2017 bis 2020) und DFB-Pokal (2016 bis 2020).

In den letzten beiden Jahren verlor die 35-Jährige unter anderem auch wegen eines Kreuzbandrisses den Anschluss. Auch deshalb erhielt Dickenmann keinen neuen Vertrag mehr, worauf sie sich zum Rücktritt entschloss. (heg)

Lara Dickenmann wird 2019 aus der Nationalmannschaft verabschiedet. (Foto: Walter Bieri/Keystone)

Findet die EM nur in England statt?

Die Europameisterschaft sollte in diesem Sommer in zwölf Ländern und Städten auf dem ganzen Kontinent stattfinden. Doch wegen des Coronavirus steht dieses dezentrale Spielort-Modell, das ohne die Verschiebung bereits im letzten Jahr seine Premiere hätte feiern sollen, auf wackligen Beinen. Wie der für gewöhnlich gut informierte Sportjournalist Tancredi Palmeri nun auf Twitter mitteilte, ist es sehr wahrscheinlich, dass die EM nur in England gespielt wird. Die Uefa ziele darauf ab, das Turnier aufgrund der Umstände doch nur in einem Land durchzuführen. Ein Entscheid wird bis Mitte April erwartet, das Turnier startet am 11. Juni. (lai)

Bürki vor Rückkehr ins BVB-Team

Bei Borussia Dortmund entspannt sich rechtzeitig vor dem Start in die entscheidende Saisonphase die personelle Lage. Für das Heimspiel am Samstag gegen Arminia Bielefeld kann der Bundesligist erstmals seit Wochen wohl wieder mit dem Schweizer Goalie Roman Bürki planen. Auch Thorgan Hazard, Dan-Axel Zagadou und Lukasz Piszczek sollten wieder fit sein. «Sie hatten eine gute Trainingswoche. Da sah bei allen ganz gut aus. Wir haben noch eine Testung vor uns, dann werden wir sehen, wer am Samstag wieder zur Verfügung steht», sagte Trainer Edin Terzic am Donnerstag.

Damit wächst die Chance, dass der BVB-Coach in den folgenden schweren Partien im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach (2. März), in der Bundesliga beim FC Bayern (6. März) und in der Champions League gegen den FC Sevilla (9. März) nur auf den Schweizer Manuel Akanji (Muskelfaserriss) und Axel Witsel verzichten muss. (dpa)

Serie A: Inter muss in Quarantäne

Nach mehreren Corona-Fällen bei Inter Mailand ist die Mannschaft des Serie-A-Spitzenreiters in Isolation. Bei Corona-Tests hätten insgesamt fünf Offizielle ein positives Ergebnis erhalten, teilte der Club am Donnerstag mit. Darunter seien die Club-Offiziellen Alessandro Antonello und Giuseppe Marotta, Sportdirektor Piero Ausilio sowie der Club-Anwalt und ein weiterer Mitarbeiter. Trainer und Mannschaft folgten den Vorschriften, hiess es.

Das Team von Trainer Antonio Conte hatte zuvor schon neun Corona-Positive in seinen Reihen festgestellt. Für Aufsehen sorgte der falsch-positive Test von Achraf Hakimi im Oktober 2020, weil er deshalb nicht beim Champions-League-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Feld stehen konnte. Am Sonntag will Inter um Top-Torschütze Romelu Lukaku die Mannschaft des CFC Genua mit Valon Behrami empfangen. Ob die Partie wegen der Corona-Situation im Club nun gefährdet ist, war zunächst unklar.

Prekärer ist die Lage beim FC Turin mit Ricardo Rodriguez. Die Mannschaft ist seit mehreren Tagen in häuslicher Quarantäne, nachdem mehrere Spieler positiv unter anderem auf die britische Corona-Variante getestet wurden. Das Heimspiel am kommenden Samstag gegen Sassuolo Calcio dürfte deshalb wohl verschoben werden, wie die «Gazzetta dello Sport» am Donnerstag schrieb. (dpa)

Schweizerinnen müssen ins EM-Playoff

Die Hoffnung der Schweizerinnen auf eine direkte Qualifikation für die EM 2022 in England hat sich zerschlagen. Weil Italien sein abschliessendes Spiel gegen Israel 12:0 gewann, gehört die Schweiz nicht zu den drei besten Gruppenzweiten und muss ins Playoff. Dort heisst der Gegner im April Russland, Nordirland, Tschechien, Portugal oder Ukraine. Die Auslosung findet am 5. März statt.

Das Team von Nationaltrainer Nils Nielsen hatte die Gruppe H mit 19 Punkten aus acht Spielen auf Platz 2 hinter Belgien beendet. (kai)

DPA/Sportredaktion