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Gemeinderating Berner OberlandThun überflügelt alle

Im sechsten Gemeinderating Berner Oberland des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern (HIV) klassiert sich Thun hauchdünn an der Spitze.

Die Stadt Thun mit Blick auf den Niesen und das Berner Oberland.
Die Stadt Thun mit Blick auf den Niesen und das Berner Oberland.
Foto: Christoph Gerber

Die Stadt Thun sei von allen Gemeinden im Berner Oberland, die am Gemeinderating des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern (HIV) teilgenommen haben, «für Industrie- und Dienstleistungsunternehmen generell am geeignetsten». Das schreibt der HIV in der Mitteilung zum sechsten Gemeinderating Berner Oberland.

Thun rangierte vor vier Jahren noch auf dem zweiten Platz und schafft es nun, die übrigen Kommunen der Region hinter sich zu lassen. Die Differenz zum zweitplatzierten Hilterfingen beträgt jedoch lediglich 0,2 Punkte, wie es in der Mitteilung des HIV heisst. In drei der fünf beurteilten Faktorengruppen rangiert Thun in der Spitzengruppe, wobei die Gemeinde in den Bereichen «Verkehrsanbindung» und «Bauen, Reglemente, Flächen» sogar den regionalen Bestwert erzielt.

Ansporn für den Stapi

Für den Thuner Stadtpräsidenten Raphael Lanz (SVP) sei der erste Platz im aktuellen Gemeinderating Bestätigung und Ansporn zugleich, schreibt der HIV und zitiert Lanz mit den Worten: «Gerade in der aktuellen Situation sind gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft wichtig.» Er freue sich, dass Thun diese bieten könne. «Dass sich dies nun auch im Rating des HIV niederschlägt, freut mich natürlich und spornt uns auch an, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.»

Im Gesamtrating folgen nach Hilterfingen und Heimberg die Gemeinden Interlaken, Unterseen, Steffisburg, Spiez und Wimmis auf den weiteren Plätzen der Spitzengruppe.

Grosse Unterschiede

Ganz andere Gemeinden haben indes in der Faktorengruppe «Steuern und Gebühren» die Nase vorn. Da liegt Thun in der zweiten Hälfte der 27 teilnehmenden Gemeinden – auf Augenhöhe mit Steffisburg und vor Interlaken oder Lauterbrunnen, aber hinter Gemeinden wie Brienz, Adelboden oder Erlenbach i.S. In diesem Bereich schwingt Hilterfingen obenaus, vor Saanen, Oberhofen, Reichenbach i.K. und Thierachern.
Insgesamt könne festgehalten werden, dass die bewerteten Gemeinden in der Region Berner Oberland sehr unterschiedlich abschneiden, schreibt der HIV.

Gerade die periphereren Regionen – welche oftmals sehr stark touristisch geprägt sind und damit auch einen wichtigen volkswirtschaftlichen Beitrag leisten – haben in anderen Faktorengruppen weniger gute Voraussetzungen als die regionalen Zentren. Dies zeige sich am stärksten im Bereich der Verkehrsanbindung, wo die Differenz zwischen den Gemeinden in der Spitzengruppe und den Schlusslichtern sehr gross sei.

(maz/pd)