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Die EinzelkritikThun-Noten: Zu viele Fehler machen die Aufholjagd wertlos

Beim 4:3 gegen Vaduz erspielen sich die Thuner zahlreiche Chancen. Defensive Schnitzer schicken sie aber ins Verderben.

Leonardo Bertone brachte die Hoffnung mit seinem Treffer zum 2:1 zurück.
Leonardo Bertone brachte die Hoffnung mit seinem Treffer zum 2:1 zurück.
Keystone/Anthony Anex

Guillaume Faivre – 3

Der Goalie strahlt zu Beginn nicht die Sicherheit aus, die er als erfahrener Spieler sollte. Lässt den Schuss von Cicek nach vorne abprallen und kann die Flanke von Manuel Sutter nicht mehr verhindern. Beim zweiten Gegentor ist er dran, kann aber alleine gegen Coulibaly nichts ausrichten.

Sven Joss – 3.5

Der Rechtsverteidiger erhält den Vorzug vor Captain Glarner. Es ist der erste Einsatz für den 26-Jährigen seit acht Spielen, und der Berner kann die mangelnde Spielpraxis nicht verbergen. In den Zweikämpfen bisweilen leichtgewichtig, und in der Vorwärtsbewegung zu zögerlich.

Nikki Havenaar – 2.5

Der Japaner zieht einen ganz schwachen Abend ein. Er sollte die Abwehr führen, lässt aber Konter um Konter zu. Und der 25-Jährige hat seine liebe Mühe mit dem flinken Coulibaly. Vor dem dritten Gegentor lässt er sich ebenfalls vom Stürmer ausspielen, als er viel zu weit auf die Seite ausgewichen ist. Damit entblösst Havenaar die Abwehr und überlässt den Vaduzern leichtes Spiel.

Basil Stillhart – 4

Seine Kopfballstärke ist bekannt, und dank seines Ausgleichstores zum 1:1 kommt vor der Pause die Hoffnung auf die Wende zurück. Auch der St. Galler schafft es jedoch nicht, die Abwehr zusammenzuhalten und zu stabilisieren.

Nias Hefti – 3.5

Der 20-Jährige ist stabiler als Joss auf der Gegenseite, aber auch er lässt sich vereinzelt von den Abstimmungsproblemen in der Abwehr anstecken. Mit einigen guten Flanken in den Strafraum.

Leonardo Bertone – 5

Im Hinspiel sass der Berner noch 77. Minuten auf der Bank, im Rückspiel trägt er die Captainbinde. Und der 26-Jährige ist ein Antreiber – etwas, das den Thunern im Hinspiel noch fehlte. Sein wuchtiger Schuss kurz nach der Pause schürt die Hoffnung auf die Wende – wenn auch nur kurz.

Grégory Karlen – 4

Der Walliser agiert bisweilen etwas lasch im Spielaufbau und die Abstimmung ist nicht immer optimal. Kurz vor der Pause erzielt er beinahe das 2:1, Vaduz-Goalie Büchel reagiert aus kurzer Distanz aber glänzend. Es bleibt die beste Aktion des 25-Jährigen.

Nicolas Hasler – 4.5

Der Liechtensteiner kommt in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zu einer ausgezeichneten Abschlussmöglichkeit, scheitert aber an Vaduz-Goalie Büchel. Auch sonst ist der 29-Jährige ein Aktivposten, kreiert Chancen für die Mitspieler, jedoch ohne sich mit einem Assist belohnen zu können.

Hassane Bandé – 4

Nach dem Kurzeinsatz in Liechtenstein darf der Burkinabé erstmals seit zwei Spielen wieder von Beginn an mittun. Der 21-Jährige ist ein wusliger, flinker Stürmer, der sich gegen die Vaduzer selten in Szene setzen kann – ausser, als er vor dessen Treffer für Bertone auflegt.

Ridge Munsy – 4.5

Der Topskorer bringt mit seinem gezielten Flachschuss kurz vor Schluss die Spannung zurück. Der Luzerner hätte allerdings schon viel früher reüssieren müssen, vergibt aber eine Kopfballchance auf Flanke von Hasler leichtfertig.

Magnus Breitenmoser – 4

Der Wiler steht erstmals in der Startaufstellung und ist ein belebendes Element für die Offensive. In der ersten Halbzeit mit einem gefährlichen Schuss und einer perfiden Flanke, die beinahe im Tor gelandet wäre. Bisweilen aber auch zu eigensinnig im Abschluss.

Matteo Tosetti – 4

53. für Joss. Der Tessiner soll dank seinen Qualitäten bei Standards Gefahr bringen, allerdings gelingt dem 28-Jährigen nicht jede Hereingabe gleich gut. In der Nachspielzeit bucht der zweitbeste Vorbereiter der Liga seine zwölfte, wenn auch wertlose, Vorlage.

Hiran Ahmed – 4.5

53. für Bandé. Der junge Deutsche ist dank seiner Ballfertigkeit ein belebendes Element für die Offensive und ein zusätzlicher Ideengeber, der die Stürmer mit Bällen versorgt– wie vor Munsys 3:3.

Simone Rapp

67. für Breitenmoser. Die Wucht des Tessiners ist wertvoll, wenn es darum geht, einen Rückstand aufzuholen. Sein Siegtor in der vierten Nachspielminute kommt aber zu spät.

Nicola Sutter

71. für Havenaar. Am Freitag steht er mit einem groben Fehler am Ursprung eines Gegentores. Auch diesmal wirkt der 25-Jährige nicht immer stilsicher, was aber auch mit der sehr offensiven Ausrichtung der Thuner zu tun hat.

4 Kommentare
    Claudio lutz

    Wo bleibt die Bewertung für den Trainer? Denn manche Leistungen der Spieler haben auch mit dem Trainer zu tun.