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Die EinzelkritikThun-Noten: Munsy, Rapp und Faivre liessen die Thuner hoffen

Beim 3:3 gegen den FC Zürich agieren die Thuner lange Zeit fahrig und unkonzentriert. Dennoch reicht es fast noch zur Wende.

Ridge Munsy (links) erzielt den Ausgleich in der Nachspielzeit. Zu mehr reichte es den Thunern aber nicht.
Ridge Munsy (links) erzielt den Ausgleich in der Nachspielzeit. Zu mehr reichte es den Thunern aber nicht.
Claudio Thoma/freshfocus

Guillaume Faivre – 4.5

Ein undankbarer Abend für den Neuenburger. Bei den Gegentoren machtlos. Aber er ist in der Schlussphase mehrmals zur Stelle und wahrt seinem Team somit bis zum Ende die Chance auf die späte Wende. Stark seine Interventionen gegen Kololli, Marchesano und Seiler.

Stefan Glarner – 3.5

Beim ersten Gegentor ist der Captain zu weit vom Gegenspieler, beim zweiten versucht er zwar, mit einer Grätsche noch zu retten. Muss dann später zwecks Systemumstellung vom Feld.

Nikki Havenaar – 3.5

In der Startphase streift sein Kopfball nur knapp am Pfosten vorbei. Defensiv wie die gesamte Hintermannschaft nicht sattelfest. Sein Klärungsversuch vor dem 0:1 landet beim Gegner, und beim 0:2 kann der Japaner Torschütze Kramer nicht am Abschluss hindern.

Basil Stillhart – 3.5

Beim 0:1 zu leichtgewichtig gegen den wuchtigen Kramer, beim zweiten Gegentor ist Gegenspieler Kololli gedankenschneller vor dem Pass auf Kramer. Es ist für einmal kein gelungener Auftritt des St. Gallers. In der Schlussphase rückt er aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld vor und versucht zusätzlich Druck zu erzeugen.

Nias Hefti – 3.5

Der Linksverteidiger wirkt nach den vielen Partien der letzten Wochen etwas ausgelaugt. Agiert in der zweiten Halbzeit im 3-4-3-System als linker Aussenläufer. Kommt bereits nach kurzer Zeit zu einem Abschluss, setzt den Versuch aber deutlich drüber. Es ist ein Lebenszeichen in einem blassen Auftritt.

Leonardo Bertone – 3

Die Ausgangslage wäre wie gemacht gewesen für den Berner. Viel Kampf, wenig Kunst. Doch die Akzente setzen im Letzigrund andere, und Bertone muss nach einer Stunde seinen Platz räumen.

Nicolas Hasler – 4

Zu Beginn unauffällig. In der zweiten Halbzeit auf der linken Aussenbahn zieht er dank seinem starken Antritt am einen oder anderen Gegenspieler vorbei. Den entscheidenden Pass kann er jedoch selten an den Mann bringen.

Grégory Karlen – 4.5

Hartnäckig, wie er beim ersten Thuner Treffer dranbleibt und nach seinem abgewehrten Schuss Torschütze Munsy in Szene setzt. Auch sonst ist der Walliser vorab in der letzten halben Stunde ein wertvoller Taktgeber im Zentrum.

Miguel Castroman – 4

Energischer Beginn. Dank seiner vorzüglichen Technik bringt sich der 25-Jährige mehrmals in vielversprechende Abschlussposition. Seinen Versuchen fehlt aber oft etwas die Entschlossenheit.

Ridge Munsy – 5

Er könnte der Matchwinner sein. Doch die Saisontore 11 und 12 des Luzerners können den Fall in die Barrage auch nicht verhindern. Der 31-Jährige ist ein Antreiber der Aufholjagd und versprüht gegen zunehmend verunsicherte Zürcher immer wieder Gefahr vor dem Tor.

Hiran Ahmed – 3

Der junge Deutsche bekommt eine Chance als hängende Spitze – und kann sie nicht nutzen. Nach einer ansprechenden Startphase mit einigen Dribblings, verschwindet der 20-Jährige zusehends im weiten Rund des Letzigrunds.

Simone Rapp – 4.5

53. Minute für Ahmed. Der Tessiner bringt Präsenz und Wucht in den Thuner Sturm. Sehenswert sein Kopfball zum 2:3, als er platziert und hart in die linke obere Torecke traf.

Kenan Fatkic – 4.5

59. Minute für Bertone. Der junge Slowene bringt mehr Struktur in den Aufbau. Der x-Jährige leistet sich zwar auch ein paar Fehlpässe, lanciert dann aber Munsy vor dem 3:3 ganz stark – und leitet damit die Thuner Schlussoffensive ein.

Nicola Sutter – 4

59. Minute für Havenaar. Der Ostermundiger kommt nach seiner Verletzungspause erstmals seit Anfang Juli wieder zum Einsatz. Als er ins Spiel kommt, ist die Devise längst, alles nach vorne zu werfen. Mit seiner guten Spielanlage versucht er seinen Teil dazu beizutragen.

Matteo Tosetti – 4.5

59. Minute für Glarner. Der zweitbeste Vorbereiter der Liga macht seinem Namen alle Ehre. Die Flanke auf seinen Tessiner Compagnon Rapp vor dem 2:3 ist punktgenau. Leider kann auch die 11. Saisonvorlage Tosettis die Barrage nicht verhindern.

Magnus Breitenmoser

68. für Hasler. In seinem zweiten Einsatz für den FCT agiert der junge St. Galler ruhig und spielt einige kluge Pässe. Kann dann beim allerletzten Angriff den Ball nicht wunschgemäss kontrollieren.