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Die EinzelkritikThun-Noten: Löchrige Abwehr, ungefährliche Offensive

Beim 0:2 im Barrage-Hinspiel in Vaduz ziehen die Thuner einen schwachen Abend ein.

Miguel Castroman (rechts) belebte die Offensive der Thuner, hatte aber Pech mit seinem Pfostenschuss.
Miguel Castroman (rechts) belebte die Offensive der Thuner, hatte aber Pech mit seinem Pfostenschuss.
 (Keystone/Gian Ehrenzeller)

Guillaume Faivre – 4.5

Der Goalie wird in der Abendsonne mehr beschäftigt als ihm lieb sein kann. Muss nach einem Zusammenprall nach einer halben Stunde kurz gepflegt werden, pariert dann stark gegen Cicek, ehe ihn der Vaduzer Stürmer in der langen Nachspielzeit der ersten Halbzeit doch noch bezwingt. Beim zweiten Gegentor fehlt die Abstimmung mit Sutter. Faivre kann den Fehler des Verteidigers nicht ausbügeln, rettet aber in der Folge mehrmals und bewahrt die Thuner vor weiteren Gegentoren.

Stefan Glarner – 3

Der Captain hat mit Schwizer, der Thuner Leihgabe, seine liebe Mühe. Und in der Vorwärtsbewegung kann er keine Akzente setzen.

Nikki Havenaar – 3

Der Japaner scheint wie die gesamte Thuner Equipe von der Aufsässigkeit der Liechtensteiner überrascht. Havenaar kann die wuchtigen Cicek und Manuel Sutter nicht immer kontrollieren, kommt beim 0:1 zu spät. Aufgrund seiner spielerischen Defizite muss er in der Pause Nicola Sutter Platz machen.

Basil Stillhart – 3.5

Am Einsatz liegt es beim St. Galler selten. Stillhart versucht, dagegenzuhalten. In der zweiten Halbzeit rückt er bald einmal ins Mittelfeld auf. Der 26-Jährige will in die Rolle eines zusätzlichen Ballverteilers schlüpfen – mit mässigem Erfolg. Seine Spielverlagerung in der Schlussphase rollt ins Aus.

Nias Hefti – 3.5

Engagierter in der Vorwärtsbewegung als Glarner auf der Gegenseite, aber in der Defensive sieht auch der 20-Jährige nicht immer sattelfest aus. Beim 0:1 kann er Dorn nicht an der Hereingabe hindern.

Kenan Fatkic – 3.5

Der Slowene steht erstmals seit zwei Partien wieder in der Startformation. Aber auch er kann dem Spiel der Thuner nur wenige Impulse verleihen.

Matteo Tosetti – 3.5

In der ersten Halbzeit der aktivste Thuner. Der Tessiner lamentiert aber auch öfters. Kurz nach dem 0:2 entlädt sich sein Frust bei einem rüden Foul gegen Lüchinger, der danach verletzt ausgewechselt werden muss. Seine Standards bleiben für einmal wirkungslos.

Nicolas Hasler – 3.5

In seiner Heimat kann der Nationalspieler seine Qualitäten nicht präsentieren. Hasler ist zwar viel unterwegs, kämpft aber glücklos. Seine paar Schussversuche werden geblockt.

Grégory Karlen – 3

Der Walliser hat eine gute Kontermöglichkeit in der ersten Hälfte, agiert aber zu zögerlich. Muss in der Pause für Castroman weichen.

Ridge Munsy – 3

Der Topskorer tut sich schwer im Rheinpark Stadion. Die Vaduzer agieren in der Rückwärtsbewegung mit einer Fünferkette und machen die Räume eng. Munsy kommt erst in der Schlussviertelstunde zum ersten Abschluss, setzt diesen aber weit drüber.

Simone Rapp – 3

Der 27-Jährige hat in der ersten Hälfte eine der wenigen Möglichkeiten für die Thuner. Sein Kopfball ist aber kein Problem für den eingewechselten Vaduz-Goalie Büchel. Danach blass.

Nicola Sutter – 3

46. Minute für Havenaar. Der Ostermundiger sollte dank seiner spielerischen Fähigkeiten helfen, mehr Aktionen zu kreieren. Stattdessen unterläuft er vor dem 0:2 einen Prellball. Seine Rückgabe auf Goalie Faivre gerät dadurch zu kurz und fällt Torschütze und Namensvetter Manuel Sutter vor die Füsse.

Miguel Castroman – 4

46. Minute für Karlen. Deutlich aktiver als sein Vorgänger, probiert viel und hat Pech, dass sein Abschluss kurz vor Schluss am Aussenpfosten landet.

Hassane Bandé

74. Minute für Rapp. Der Burkinabé fügt sich gut ein, scheitert aber aus spitzem Winkel an Vaduz-Goalie Büchel.

Leonardo Bertone

77. für Fatkic. Der Berner Vorkämpfer steht überraschend nicht in der Startaufstellung. Bringt aber nach seiner Einwechslung sofort Schwung und Gefahr mit seinen beiden Weitschüssen.

Magnus Breitenmoser

77. für Glarner.