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Die EinzelkritikThun-Noten: Faivres Glanztat und Bertones Torpremiere

Beim 2:1 gegen den FC St. Gallen überzeugen die Thuner im ganzen Kollektiv.

Leonardo Bertone jubelt über seinen ersten Treffer im Trikot des FC Thun.
Leonardo Bertone jubelt über seinen ersten Treffer im Trikot des FC Thun.
Urs Lindt/freshfocus

Guillaume Faivre – 5

Sein abenteuerlicher Ausflug in der ersten Halbzeit, als er einen langen Ball unterschätzt und ausserhalb des Strafraums mit dem Kopf klären muss, wird nicht bestraft. Ganz stark dann seine Parade gegen den Kopfball von Stergiou. Strahlt in der hektischen Schlussphase Ruhe aus und ist der nötige Rückhalt für sein Team.

Stefan Glarner – 4.5

Nachdem er zuletzt zweimal systembedingt nicht in der Startformation gestanden ist, ist der Captain gegen die Ostschweizer zurück. Im Aufbauspiel nicht fehlerfrei, aber wie die ganze Mannschaft mit viel Einsatz. Steht mit seinem langen Ball auf Munsy am Ursprung des zweiten Treffers.

Nikki Havenaar – 5

Der Abwehrchef gewinnt zahlreiche Duelle in der Luft, und bleibt der Ball flach wirft er wie schon in Lugano seinen langen Körper dazwischen. Macht den St. Galler Offensivspielern dadurch das Leben schwer.

Chris Kablan – 5

Am Mittwoch in Lugano überzeugte Kablan schon in der Dreierabwehr. Gegen St. Gallen kommt der gelernte Linksverteidiger nun erstmals auch in der Viererkette als Innenverteidiger zum Einsatz. In der Anfangsphase eine abgeklärte Rückgabe auf Faivre. Behauptet sich dank seiner Sprungkraft auch in den Kopfballduellen gegen die deutlich grösseren Itten und Demirovic. Das Innenverteidiger-Debüt ist geglückt.

Nias Hefti – 4.5

Im familieninternen Duell mit Bruder und St.Gallen-Captain Silvan hat Hefti nicht immer die Oberhand, insgesamt aber erneut ein bissiger, lauffreudiger Auftritt des jungen Linksverteidigers.

Kenan Fatkic – 4.5

Der Slowene läuft viel und ist dank seiner Körpergrösse auch in Luftduellen ein Gewinn. Im Offensivspiel kann er jedoch wenige Akzente setzen.

Leonardo Bertone – 5

Nach einer unauffälligen ersten Halbzeit kommt der Berner zu Beginn der zweiten Hälfte innert weniger Minuten aus identischer Position zum Abschluss. Das erste Mal kann St.Gallen-Torwart Zigi parieren. Das zweite Mal ist der Ball drin. Es ist das erste Tor Bertones für die Thuner. In der Folge deutlich prägender und mit guten Ideen. Sein Passversuch in die Spitze zu Bandé verspringt dem Stürmer aber im letzten Moment.

Grégory Karlen – 4.5

Dank seiner Ruhe am Ball und seiner Übersicht ein wertvoller Ballverteiler im Zentrum. Der Walliser hat ein gutes Gefühl für das Spieltempo und weiss eine Partie bei Bedarf zu beruhigen.

Hiran Ahmed – 5

Erhält erstmals seit dem Wiederbeginn eine Startelfgelegenheit. Und die Motivation darob ist dem Deutschen von der ersten Sekunde an anzusehen. Läuft in der Startphase fast übers ganze Feld mit dem Ball am Fuss, sein Zuspiel in die Spitze gerät dann aber zu ungenau. Traut sich auch, in den Abschluss zu gehen. In dieser Verfassung ein Gewinn fürs Thuner Mittelfeld.

Dennis Salanovic – 4.5

Steht erstmals seit Anfang Februar und nach überstandener Oberschenkelverletzung wieder in der Startelf. Der Liechtensteiner ergänzt sich gut mit Sturmpartner Munsy, und das schnelle, gradlinige Spiel mit langen Bällen in die Spitze behagt ihm. Beweist Übersicht beim Pass auf Torschütze Bertone.

Ridge Munsy – 5

Auch er ist Ziel der langen Bälle in die Spitze. Der Luzerner läuft und läuft, behauptet zählreiche Bälle gegen die St. Galler Defensive. Stark sein Laufweg vor dem zweiten Tor und gekonnt sein Improvisieren, als er trotz missglücktem Lobversuch nicht aufgibt und sein achtes Saisontor erzielt.

Miguel Castroman – 4.5

55. für Ahmed. Vor allem in der Schlussphase bieten sich dem Berner einige Kontermöglichkeiten, die er nicht immer sauber zu Ende spielt. Castroman ist mit seiner Ballsicherheit aber ein Gewinn.

Hassane Bandé – 4.5

55. für Salanovic. Der Burkinabé ist noch etwas unberechenbarer als Salanovic und stellt die St. Galler Defensive in der Nachmittagshitze vor neue Probleme. Verarbeitet die Bälle aber nicht immer sauber und verpasst einmal den Abspielzeitpunkt auf Sturmpartner Munsy.

Simone Rapp

72. für Munsy. Mit seiner Kopfballstärke hilft er, den Vorsprung über die Zeit zu retten.

Nicolas Hasler

84. für Karlen. Kurz nach seiner Einwechslung mit einem starken Sololauf übers halbe Feld, Bandé kann seine Hereingabe jedoch nicht verwerten.