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Frage des Tages: Schweizer Immobilien-Blase?

In einigen Regionen der Schweiz haben sich gemäss der UBS in den vergangenen Jahren die Immobilien zu stark verteuert. Für die Ökonomen birgt dies Risiken für den Markt. Haben Sie Angst vor einer Immobilien-Blase wie in den USA? Stimmen Sie am Ende des Artikels ab!

Idylle im Massstab 1:72: Kleinfamilie in Modellhaus.
Idylle im Massstab 1:72: Kleinfamilie in Modellhaus.
Keystone

In teuren Wohnlagen am Zürich- und am Genfersee, in Zug oder in Nobel-Ferienorten könnten Preiskorrekturen mit langjährigen Folgen auftreten. Der UBS-Chefökonom für die Schweiz, Daniel Kalt, warnte im Gespräch mit den Medien in Zürich zur Vorsicht. Der Preisanstieg bei den Immobilien dürfte laut Kalt 2011 etwas schwächer sein als in den vergangenen Jahren.

Für den Rest der Schweiz gibt die UBS hingegen Entwarnung. Einkommen, Zinsen und Nachfrage zeigten sich robust und verhinderten die Bildung einer flächendeckenden Immobilienblase. Die Immigration und der wirtschaftliche Aufschwung wirken ebenfalls beruhigend, wie Kalt sagte. Zudem hätten die Geschäftsimmobilien die Krise gut überstanden.

Nationalbank sieht Warnsignale

Im vergangenen Herbst hatte schon Philipp Hildebrand, der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, «Warnsignale» im heimischen Immobilienmarkt ausgemacht. Diese äusserten sich in Form «sehr hoher Preissteigerungsraten für Wohneigentum in gewissen Regionen», sagte er in einer Rede in Lugano.

Wie Hildebrand ankündigte, wird die Nationalbank gemeinsam mit der Finanzmarktaufsicht Finma die Beobachtung des Hypothekarsektors «weiter verstärken». Ziel sei es, die Risikoneigung sowohl auf Ebene der einzelnen Bank wie auch in der Finanzbranche insgesamt zuverlässiger einschätzen zu können. Aus Sicht des Nationalbank-Präsidenten bietet das derzeitige Umfeld einen «idealen Nährboden für sich aufbauende Risiken»: Die Hypothekarzinsen seien tief, gleichzeitig herrsche ein starker Wettbewerb auf dem Hypothekarmarkt.

Die Immobilienfirma Wüest & Partner wiederum rechnete im Herbst gesamtschweizerisch für die kommenden 12 Monate mit Preiserhöhungen bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen von 2,2 beziehungsweise 1,4 Prozent, verglichen mit Verteuerungen von 4,7 respektive 5,7 Prozent in den letzten 12 Monaten.

SDA/bru

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