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Bildstrecke: Berühmte Freunde

Gleich und gleich gesellt sich gern. Das gilt besonders für Freundschaften und erst recht für Berühmtheiten. Mit Prominenten und ihren besten Freunden schliessen wir unsere Freundschafts-Serie.

Mephisto gehört zu Doktor Faust wie Friedrich Schiller zu Goethe. Die beiden Dichter verstanden sich blendend.
Mephisto gehört zu Doktor Faust wie Friedrich Schiller zu Goethe. Die beiden Dichter verstanden sich blendend.
Reuters
Seit sie einst gemeinsam wandern gingen, sind Adolf Ogi und Kofi Annan enge Freunde.
Seit sie einst gemeinsam wandern gingen, sind Adolf Ogi und Kofi Annan enge Freunde.
Keystone
Sie waren beste Freundinnen in der Serie «Friends» und sind es auch im richtigen Leben: Courteney Cox and Jennifer Aniston. Die beiden sind immer füreinander da. Besonders, wenn mal wieder eine Beziehung der einen oder der anderen in die Brüche geht.
Sie waren beste Freundinnen in der Serie «Friends» und sind es auch im richtigen Leben: Courteney Cox and Jennifer Aniston. Die beiden sind immer füreinander da. Besonders, wenn mal wieder eine Beziehung der einen oder der anderen in die Brüche geht.
Reuters
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Mit der Nummer 1 im Welttennis kamen für Roger Federer die neuen besten Freunde. Da sassen keine Unbekannten mehr in seiner Box am Rande des Tennisplatzes. Da waren auf einmal Golf-Crack Tiger Woods und seine damalige Frau Elin, später gesellten sich die Rockstars Gwen Stefani und Gavin Rossdale dazu und auch Vogue-Chefin Anna Wintour zählt sich zu Roger Federers Freunden.

«Ein Glück, dass ich Schillern hatte»

Freunde müssen attraktiv füreinander sein. Sie müssen sich etwas zu bieten haben. Sie müssen sich ähnlich sein – oder zumindest das Gefühl haben, sich ähnlich zu sein. Nur so entstehen Freundschaften. Die Messlatte, um als Freund infrage zu kommen, ist also hoch. Ungemein höher ist diese bei Prominenten. Schliesslich müssen zwei Menschen sich auf derselben Ebene begegnen, damit eine ebenbürtige Freundschaft funktionieren kann. Die Lösung? Man sucht sich am besten einen ebenso prominenten Freund. Das wussten schon Goethe und Schiller.

Die beiden grossen Dichter pflegten eine enge Freundschaft, schrieben sich regelmässig Briefe. Goethe war sich des grossen Wertes bewusst und schrieb 1827: «Ein Glück war es indes, dass ich Schillern hatte. Denn so verschieden unsere beiderseitigen Naturen auch waren, so gingen doch unsere Richtungen auf eins, welches denn unser Verhältnis so innig machte, dass im Grunde keiner ohne den anderen leben konnte.»

Als eine «Gemeinschaft des Geistes» hat der Soziologe Ferdinand Tönnies die Freundschaft bezeichnet. Auf die Ausnahmetalente Goethe und Schiller trifft dies zu. Sie fanden im Genie des Gegenübers etwas Ebenbürtiges. Oder, wie Aristoteles es bezeichnen würde, eine «Freundschaft unter Gleichen». Was Schiller damals für Goethe war, ist heute die Skirennfahrerin Maria Riesch für Lindsay Vonn. Auf der Piste sind sie erbitterte Konkurrentinnen, abseits davon die besten Freundinnen, die sich den Erfolg scheinbar gegenseitig gönnen.

Licht und Schatten

Können Prominentenfreundschaften tatsächlich funktionieren? Es ist eine Gratwanderung. Da ist zwar eine Person, die einen versteht wie kaum jemand anders. Denn nur die Wenigsten wissen, wie es ist, im Rampenlicht zu stehen. Auf der anderen Seite könnte genau die berühmte Freundin einem die Schau stehlen und einen in den Schatten drängen. Besonders, wenn die beiden Prominenten im selben Lichtkegel stehen und eigentlich Konkurrenten sind. Hat der eine noch Erfolg, während der andere in der Versenkung verschwunden ist, kann die Beziehung aus dem Gleichgewicht geraten. Freundschaften wie diejenigen zwischen Vonn und Riesch, Schiller und Goethe oder George Clooney und Brad Pitt dürften entsprechend selten sein.

Bei Roger Federer und seinen Freunden Woods, Rossdale, Stefani oder Wintour ist die Gefahr geringer, sich gegenseitig vor der Sonne zu stehen. Jeder ist erfolgreich in seinem Bereich, sie kommen sich gegenseitig nicht ins Gehege. Das Licht des berühmten Freundes bringt die eigene Person nur noch mehr zum Strahlen. So setzen sich Prominente gerne in Modeschauen ihrer Designerfreunde, wie Kate Moss bei Stella McCartney, besuchen Konzerte ihrer Freundinnen, wie Gwyneth Paltrow dasjenige von Madonna, oder sitzen eben in der Tennisbox von Roger Federer.

Welche berühmten Freunde haben wir vergessen? Vorschläge bitte unten eintragen.

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