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Leserreaktionen«Steuerzahler zahlt die Schlampereien»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Ein teurer Neubau, der teuer nachgerüstet werden musste: Der Campus des Bundesamts für Gesundheit im Liebefeld-Park.
Ein teurer Neubau, der teuer nachgerüstet werden musste: Der Campus des Bundesamts für Gesundheit im Liebefeld-Park.
Foto: Beat Mathys

Zu «Beziehungspflege – der Gärtner weiss, wie das geht»

Das Kind beim Namen nennen

Erfreut sah ich das grosse Bild auf der letzten Seite. Darauf ein Gärtner, der in Kolumbien Rosen für unseren Valentinstag spritzt – offensichtlich mit Gift, wozu sonst der Vollkörperschutz. Während in der gleichen Ausgabe seitenlang über Reduktion von Pflanzenschutzmitteln in der Schweiz geschrieben wird, zeigt dieses Bild exemplarisch, wie für unsere Produkte im Ausland Pestizide eingesetzt werden. Schade nur, dass der Kommentar darunter verharmlosend nur «gehegt und gepflegt» heisst, anstatt das Kind beim Namen zu nennen.

Fabian Röthlisberger, Lützelflüh

Zum Abgang von CS-Chef Tidjane Thiam

Vom Topbanker zum Staatspräsidenten

Mit einem goldenen Fallschirm kann man harmonisch zum Ausgang gleiten und den Abflug machen. Vielleicht bei gutem Flugwetter und genug Wind bis in die Elfenbeinküste, wo das Staatspräsidium eine Vakanz aufweist. Als (ehemaliger) «Schweizer» Topbanker wird man in Afrika ja fast vergöttert.

Theres Schweizer, Kehrsatz

Zu «Stadt Bern: Universität checkt zwielichtigen Ehrendoktor ab»

Lasse man ihm doch seinen Frieden

Der Entzug des Ehrendoktortitels darf in diesem Fall sicherlich keine Option sein. Hat die Uni Bern tatsächlich nichts anderes zu tun, als bei einem seit zwanzig Jahren Verstorbenen Nachforschungen einzuholen? Warum hat man nicht schon 1967 reagiert, als man ihn für seine Verdienste ausgezeichnet hat? Irgendjemand hat sicher davon gewusst, wenn er 1945 dafür verurteilt wurde und zehn Jahre ein Berufsverbot hatte. Damals hat man nicht so schnell vergessen. Nun, man könnte ja auch nach denjenigen suchen, die für die Auszeichnung des Titels verantwortlich waren, aber bestimmt sind diese Leute auch nicht mehr unter den Lebenden. Als Kind war ich immer sehr beeindruckt, wenn er in der Schule von seinen Reisen berichtete. Lasse man ihm doch seinen Frieden.

Therese Suter, Bolligen

Zum Leserbrief «Wertvolle Informationen fliessen über 5G-Netz» von Martin Wüthrich aus Muri

Die USA sind auch nicht zu unterschätzen

Der Leserbriefschreiber mag zwar recht haben mit der Glaubwürdigkeit von Huawei. Aber: Wie sieht es denn mit der amerikanischen Konkurrenz aus? Cisco, Twitter, Google und Facebook, um nur einige zu nennen. Man schreibt der Russland-Connection Spionage in den Palmarès, aber wie ist es um den CIA bestellt? Die USA um Präsident Donald Trump sind auch nicht zu unterschätzen, oder?

Franz Schüpbach, Liebefeld

Zu «So profitiert der Kanton Bern von seinen Steuerzahlern»

Spezielle Abzüge für alte Menschen gibt es nicht

Immer wieder muss man feststellen, dass für Familien und Kinderbetreuung höhere Abzüge gewährt werden. Wo aber bleiben die Alten? Ich fülle einer Rentnerin die Steuererklärung aus. Ihr Einkommen beträgt 3600 Franken im Monat. Wir alle wissen, was von diesem Einkommen bezahlt werden muss: Miete, Prämien und Krankenkasse. Ein grosser Teil, in ihrem Fall 400 Franken pro Monat, geht zudem für die Steuern drauf. Spezielle Abzüge für alte Menschen, die ein Leben lang Steuern bezahlt haben, gibt es nicht. Für einen Steuererlass hat die Frau zu viel Einkommen, ebenso für Ergänzungsleistungen. So und ähnlich geht es sehr vielen alten Menschen.

Rita Ellenberger, Bern

Zu «Liebefeld: 6 Millionen für Nachbesserungen»

Steuerzahler muss für die Schlampereien aufkommen

Weder Bund, Kantone noch Gemeinden haben das Bauwesen im Griff. Überall dort, wo sie als Bauherren auftreten, müssen aus Steuergeldern Millionenbeträge nachgeschossen werden (Frauenspital, Bärenpark, BAG Bau usw.). Die ganzen Millionen von finanzierten Informatikleichen derselben «Bauherren» seien hier nur am Rande erwähnt. Ich frage mich, wie lange der Steuerzahler noch gewillt ist, für solche Schlampereien geradezustehen?

Adrian Berger, Zollikofen

Zu «Konolfingen: Der Streit um die Millionenschule geht in die nächste Runde»

Die einen verlieren die Abstimmung, andere Zeit

In Konolfingen gibt es derzeit nur Verlierer: Die einen haben die Abstimmung um die Schullandschaft Stalden knapp verloren. Und die anderen verlieren nun ganz viel der ohnehin knappen Zeit.

Christian Buri, Konolfingen

Zu «SVP-Zentrale blamiert eigene Aussenpolitiker»

Diffamierung als Ziel

Dieser Artikel über die jüngsten Beratungen der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats mit Bild von mir ist rufschädigend. Er hat das Ziel, mich in einem falschen, negativen Licht darzustellen.
Erstens erscheint mein Name im Zusammenhang mit einem Geschäft, für das ich nachweislich überhaupt nicht zuständig war. So wird zwingend der Eindruck erweckt, ich hätte in verantwortlicher Stellung eine Fehlleistung geboten. Zweitens werde ich als einziger Nationalrat namentlich und bildlich vorgeführt, was umso absurder ist, als ich ja für Vorbereitung und Behandlung des betreffenden Geschäfts gar keine Verantwortung trug. Drittens: Obwohl ich mit Namen und Bild prominent und heftig kritisiert werde, hat mich der Autor des Artikels nie angehört, um die für mich rufschädigenden, falschen Informationen zu verifizieren. Dass der einzige mit Namen und Bild Dargestellte beziehungsweise Kritisierte vor der Publikation wenigstens angehört werden sollte, ist für mich ein grundlegendes Gebot der journalistischen Fairness und Professionalität. Leider missachtet diese Zeitung – was meine Person betrifft – diese von ihr angeblich hochgehaltenen Grundregeln jetzt schon zum wiederholen Mal.

Roger Köppel, Küsnacht
Nationalrat SVP