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Glätte und akute LawinengefahrStarker Schneefall im Flachland behindert Verkehr

Der Winter ist auch im Flachland eingebrochen. Viele Strassen sind schneebedeckt, Pendlerinnen und Pendler brauchen Geduld.

So sieht es in vielen Teilen auf der Alpen-Nordseite aus.
So sieht es in vielen Teilen auf der Alpen-Nordseite aus.
Foto: BRK News

Wegen des Dauerschneefalls und viel Wind hat sich im Verlauf des Dienstags die Lawinengefahr in Teilen des Alpengebiets stark erhöht. Vom Walliser Lötschental bis in die Surselva im Kanton Graubünden ist sie gross. Auf Strassen und Schiene ist es wegen der Schneefälle zu Problemen gekommen.

Gemäss Angaben des Schweizerischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) herrschte im erwähnten Gebiet grosse Lawinengefahr (Stufe 4), im restlichen Alpenraum sowie im Jura erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3).

Für die Nacht auf Mittwoch sind vor allem im Norden und Westen intensive Schneefälle angesagt. 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee erwartet das SLF am nördlichen Alpenkamm vom Wildstrubel bis zum Tödi, im restlichen Alpenraum sowie im Jura 20 bis 30 Zentimeter.

Verschneiten Strassen in Zürich.
Verschneiten Strassen in Zürich.
Foto: Ennio Leanza (Keystone/12. Januar 2021)

Bis am Freitag können es laut SRF Meteo am Alpenhauptkamm sogar bis 120 Zentimeter werden, lokal auch mehr. Die intensivste Niederschlagsphase ist für die Nacht auf Donnerstag prognostiziert worden.

Probleme auf Schiene und Strasse

Der teilweise heftige Schneefall vom Dienstagnachmittag und -abend führte an mehreren Orten in der Schweiz zu Verkehrsproblemen. Es kam zu Unfällen und Strassensperrungen. Die Berner Kantonspolizei erhielt zwischen 12 und 18 Uhr rund 50 Meldungen zu Unfällen auf winterlichen Strassen. Mindestens fünf Personen wurden verletzt, wie die Polizei per Twitter mitteilte.

Zwischen Biel und Delsberg kam es auf der Autobahn A16 zu Staus und es galt eine Schneekettenpflicht. Auch der Schienenverkehr im Kanton Bern war teilweise betroffen, namentlich im Seeland. Wegen starker Winde war der Bahnverkehr zwischen Weissbad und Wasserauen in Appenzell Innerrhoden unterbrochen, wie Railinfo mitteilte. Auch die Linie Zürich – St. Gallen zwischen Elgg und Wil war am Abend unterbrochen.

A2: Schwerverkehr angehalten

Auf der Autobahn A2 zwischen Göschenen und der Raststätte Schwerverkehrzentrum Ripshausen meldete der TCS eine Sperrung für Lastwagen wegen des Schneefalls. Der Schwerverkehr wurde in den Warteräumen angehalten. Wegen technischer Probleme wurde am Abend der Gotthardtunnel vorübergehend kurz gesperrt. Die Störung stand laut Viasuisse nicht im Zusammenhang mit den Schneefällen, wie es auf Anfrage hiess. Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) meldete, dass der Busbetrieb auf verschiedenen Linien wegen Schnee und Eisglätte teilweise stark eingeschränkt oder vorübergehend unterbrochen sei.

Zwei Verletzte gab es in Rain LU nach einem Frontalzusammenstoss zwischen zwei Autos auf schneebedeckter Fahrbahn. Im Kanton Schaffhausen verletzte sich eine Autofahrerin leicht, als sie auf schneebedeckter Strasse frontal in ein korrekt entgegenkommendes Fahrzeug prallte. Die Kantonspolizei Aargau meldete auf Twitter rund 20 Verkehrsunfälle infolge der Schneefälle. Ernsthaft verletzt habe sich dabei aber niemand.

red

6 Kommentare
    werner13

    Super ddr Schnee, für mich könnte es noch viel mehr sein! Und jedes Jahr dasselbe, keiner rechnet damit, der Wetterbericht redet von Schnee und Regen, da kann man sich doch vorbereiten und entsprechend langsamer fahren und die Räumdienste eher ausrücken ... so schwierig ist das ja nicht!