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Wasser, Strom, KehrichtentsorgungStadtberner Verwaltung konzentriert sich auf das Nötigste

Die Verwaltung der Stadt Bern arbeitet nun gemäss Pandemieplanung: Verzichtbare Leistungen werden nur dann aufrecht erhalten, wenn genügend Ressourcen zur Verfügung stehen.

«Unser Leben wird anders», verkündete Berns Stadtpräsident Alec von Graffenried am Sonntag in einer Videobotschaft an die Bevölkerung. (Archivbild)
«Unser Leben wird anders», verkündete Berns Stadtpräsident Alec von Graffenried am Sonntag in einer Videobotschaft an die Bevölkerung. (Archivbild)
Foto: Keystone

Die Berner Stadtverwaltung konzentriert sich ab sofort auf ihre vitalen Funktionen, also auf die unverzichtbaren Aufgaben. Das hat der Gemeinderat beschlossen, wie die Stadt am Montag mitteilte. Er löste das Arbeiten der Verwaltung gemäss Pandemieplanung aus.

Mit dem Entscheid soll sichergestellt werden, dass die unverzichtbaren Dienstleistungen der Stadtverwaltung längerfristig aufrechterhalten werden können. Dazu gehören etwa die Versorgung mit Wasser und Strom, die Kehrichtentsorgung, das Rettungswesen sowie die öffentliche Sicherheit.

Verzichtbare Aufgaben würden soweit möglich erfüllt, teilte die Stadt weiter mit. Es werde aber Einschränkungen bei den öffentlichen Dienstleistungen der Stadtverwaltung geben.

Die Stadt Bern hat ihre Pandemiepläne 2019 überarbeitet. Nun sind die fünf Direktionen angewiesen, die Pläne ab sofort umzusetzen.

Dazu gehört insbesondere die sogenannte Kontinuitätsplanung. Damit soll sichergestellt werden, dass auch bei grossen Personalausfällen durch Krankheit oder Betreuungsaufgaben genügend Personal und Ressourcen bei der Aufrechterhaltung der unverzichtbaren Aufgaben bereitstehen.

Die verzichtbaren Leistungen der Stadtverwaltung werden nur dann aufrecht erhalten, wenn genügend Ressourcen zur Verfügung stehen und wenn der Schutz der Mitarbeitenden durch Gewährleistung einer grossen sozialen Distanz wie Homeoffice möglich ist. Ansonsten werden Leistungen reduziert oder temporär eingestellt.

Der Gemeinderat wies die Abteilungen an, für ihre Mitarbeitenden möglichst weitgehend Homeoffice anzuordnen oder andere Lösungen anzubieten, damit die Angestellten den öffentlichen Verkehr möglichst vermeiden können und die soziale Distanz gewährleistet ist.

Besonnen bleiben

Der Gemeinderat appellierte am Montag an die Bevölkerung, trotz der schwierigen Situation besonnen zu handeln und die Massnahmen der Behörden mitzutragen. Stadtpräsident Alec von Graffenried betonte, Solidarität und gegenseitige Hilfe seien die besten Mittel, um die Krise gemeinsam durchzustehen.

«Unser Leben wird anders», erklärte von Graffenried in einer bereits am Sonntag verbreiteten Videobotschaft. «Aber wir können es mit Inhalt und Sinn füllen, wenn wir uns gegenseitig stützen, unterstützen und beistehen.»

chh/sda

1 Kommentar
    Franzel

    das machen die doch immer.....knapp das Nötigste