Stadler gewinnt ersten Auftrag für Triebzüge in Kanada

Die Kanadier liefern Züge in die Schweiz, und das Thurgauer Unternehmen zieht einen Auftrag aus Ottawa an Land.

Stadler liefert Triebzüge nach Ottawa: Ein Flirt-Zug in der Werkhalle in Bussnang. (Archivbild) Bild: Gaëtan Bally/Keystone

Stadler liefert Triebzüge nach Ottawa: Ein Flirt-Zug in der Werkhalle in Bussnang. (Archivbild) Bild: Gaëtan Bally/Keystone

Der Thurgauer Zugbauer Stadler Rail hat einen Auftrag zum Bau von sieben vierteiligen Triebzügen für die Stadt Ottawa gewonnen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 80 Millionen Franken, wie die seit dem 12. April an der Schweizer Börse kotierte Gesellschaft am Dienstag mitteilte.

Laut Vertrag werden die Fahrzeuge, die im Werk Bussnang gefertigt werden, ab Mitte des Jahres 2021 geliefert. Die Bestellung der sieben vierteiligen dieselelektrischen FLIRT-Züge ist laut den Angaben Teil der zweiten Phase der Erweiterung der O-Train Trillium Line in Ottawa.

Für Stadler ist dies der erste Auftrag für Triebzüge in Kanada, jedoch bereits das zweite kanadische Projekt. Für Rocky Mountaineer haben die Thurgauer bereits Panoramawagen gebaut, die auf verschiedenen Panoramarouten nordöstlich von Vancouver zum Einsatz kommen.

Bombardier-Zug noch nicht zuverlässig genug

Die Schweiz und Kanada beliefern sich damit damit gegenseitig mit Rollmaterial. Für den Schweizer Schienenverkehr liefert die kanadische Firma Bombardier die neuen doppelstöckigen Fernverkehrszüge. Der von den SBB FV-Dosto getaufte Zug hat sich jedoch den Namen Pannenzug eingehandelt.

Derzeit steht er vor allem auf den Abstellgleisen. Der Grund: Laut den SBB sind die Züge noch nicht zuverlässig genug, um etwa auf der viel befahrenen Strecke zwischen Bern und Zürich eingesetzt zu werden.

Artikel: Bombardier will weitere Züge liefern, doch die SBB lehnen abDie SBB und Bombardier streiten über die Zuverlässigkeit des Zuges. Das hat auch finanzielle Gründe.

oli/sda

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