Andere Zeiten beim SC Bümpliz

Party im Westen von Bern: Der SC Bümpliz feierte am letzten Wochenende sein 40-jähriges Bestehen mit einem Fest. Die erste Equipe versucht derweil in der 2. Liga regional stabiler zu werden.

Fitim Avdilji (unten) und sein SC Bümpliz haben in der 2. Liga ­regional zu kämpfen.

Fitim Avdilji (unten) und sein SC Bümpliz haben in der 2. Liga ­regional zu kämpfen.

(Bild: Raphael Moser)

Adrian Lüpold

Ziemlich genau 40 lange Jahre ist es her, seit im Westen der Stadt Bern ein neuer Fussballclub aus der Taufe gehoben wurde. Der SC Bümpliz entstand aus einer Fusion der beiden Vereine Rot-Weiss Bümpliz und FC Bümpliz und startete im Herbst 1978 in der 3. Liga. Vier Dekaden später gehört der SCB zu den bekanntesten Traditionsclubs in der Region Bern mit einer ziemlich bewegten Geschichte.

Ruhmreiche Vergangenheit

Am letzten Samstag feierten ­Vereinsmitglieder und Sympathisanten den Geburtstag ihres Lieblingsclubs mit einem Jubi­läumsgalaabend mit Musik und Unterhaltung im Sternensaal Bümpliz. Dabei wurde mit Sicherheit auch in den Erinnerungen gekramt und Anekdoten aus früheren Zeiten überliefert.

Etwa dass der Club 1985 überraschend in die 1. Liga aufstieg und 1992 sogar noch einen draufsetzte und sensationell in die damalige Nationalliga B promovierte, in der man sich indes nur eine Saison halten konnte. Vermutlich dürfte auch über die Brüder René und Alain Sutter gesprochen worden sein, die beiden bekannten Söhne des SCB, die das Fussball-ABC auf dem Sportplatz Bodenweid erlernt hatten.

Oder über die ehemaligen Professionals Christoph Spycher und Baykal «Kulaksizoglu» Bellusci oder den aktuellen Schweizer Meister Gregory Wüthrich, die allesamt einst als Jungspunde den Dress der Bümplizer getragen hatten.

Schwierige Gegenwart

Der Ruhm aus vergangenen Zeiten ist auf dem Sportplatz Bodenweid inzwischen verblasst. Im Jahr 2000 stieg Bümpliz aus der 1. Liga ab, rutschte danach bis in die 2. Liga regional durch, ehe sich der Verein etwas zu stabilisieren vermochte und 2011 sogar nochmals den Sprung in die 1. Liga schaffte. 2017 folgte jedoch der erneute Sturz in die regionale 2. Liga, die derzeit so stark wie selten zuvor erscheint.

Entsprechend befindet sich der auf diese Saison hin neu formierte SCB mit acht Punkten aus sieben Spielen im hinteren Teil der Rangliste. Coach Christoph Schneider, der den SCB zu Saisonbeginn übernahm, stuft die Liga als «sehr ausgeglichen» ein. Je nach Tagesform sei vieles möglich, findet Schneider, der seine Equipe vor jedem Spiel wegen Absenzen oder Verletzungen umbauen musste. «So ist es schwierig, Kontinuität reinzubringen oder eine Taktik einzustudieren», sagt der neue Coach.

Teilweise lasse auch die Trainingspräsenz zu wünschen übrig, «aber dieses Problem haben andere Zweitligisten auch», meint Schneider. «Grundsätzlich brauchen wir aber Spieler, die voll mitziehen und bei denen der Fussball eine gewisse Priorität geniesst. Da müssen wir in der Winterpause über die ­Bücher.»

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt