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Von ganz unten bis ganz oben

Der neue Schweizer Curling-Meister bei den Männern heisst Adelboden. Nach einer schwierigen Zeit kann das Team um Skip Marc Pfister die Schweiz nun an der WM in Las Vegas vertreten.

Schweizer Meister 2018: Reto Keller, Raphael Märki, Coach Robert Hürlimann, Simon Gempeler, Marc und Enrico Pfister (von links).
Schweizer Meister 2018: Reto Keller, Raphael Märki, Coach Robert Hürlimann, Simon Gempeler, Marc und Enrico Pfister (von links).
PD

Die Antwort kommt prompt: «Vor allem nach unserer schwierigen letzten Saison bedeutet mir dieser Titel sehr viel», sagt Marc Pfister. Der Adelbodner Skip ist im Hoch, am Wochenende hat sein Team in Flims den Schweizer-Meister-Titel gewonnen. Im Final setzten sich die Oberländer gegen Bern Zähringer 7:5 durch. «Wir haben das von Beginn an bis zum Schluss souverän durchgezogen», meint Pfister. Was insofern erstaunt, als seine Teamkollegen Simon Gempeler, Raphael Märki und Enrico Pfister mit der Grippe kämpften und während der ganzen Endrunde geschwächt spielen mussten.

Gewiss, Adelboden gewann den Titel in Abwesenheit von Olympiateilnehmer Genf – der stärksten Schweizer Equipe. Das jedoch schmälert den Wert des Erfolges für Pfister nicht im Geringsten. Für ihn ist er vielmehr eine Genugtuung. 2016 übernahm er den Posten des Skips, kurze Zeit später wurde beim Emmentaler Hodenkrebs diagnostiziert. Weil die Krankheit früh erkannt wurde und deshalb rasch mit der Chemotherapie begonnen werden konnte, ist Pfister heute wieder gesund.

Sportlich jedoch geriet das Team im Vergleich mit Krösus Genf mehr und mehr ins Hintertreffen. Letzte Saison verloren die Adelbodner deshalb den Status als ­A-Kader-Team und somit auch viel Fördergelder vom Verband. Um finanziell über die Runden zu kommen, mussten die vier Spieler ihr Arbeitspensum wieder erhöhen, weshalb noch weniger Zeit für den Sport zur Verfügung stand. «Zuweilen war es deprimierend für uns», sagt Pfister.

In dieser Saison, besonders seit Neujahr, läuft es dem Team allerdings ausgezeichnet. Und so darf es nun als Lohn die Schweiz im April an der WM in Las Vegas vertreten. Womöglich ist es der letzte grosse Wettkampf für die Adelbodner, denn noch ist offen, wie es für sie weitergeht.

Flims zum Dritten

Bei den Frauen setzte sich Flims im Final gegen Baden 7:5 durch. Die Equipe um Skip Binia Feltscher und die beiden Bernerinnen Carole Howald und Franziska Kaufmann wird die Schweiz im März zum dritten Mal an einer WM vertreten.

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