Unfair, aber regulär

Sportredaktor Micha Jegge äussert sich zum Kombinationsrennen am Lauberhorn.

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Die Leistungsdichte in der Kombination ist generell bescheiden, der sportliche Wert des gestrigen Wettkampfs am Lauberhorn strebt gegen null. Jene Athleten, welche die Abfahrt nach der kurzen TV-Werbepause bestreiten mussten, fanden wegen des rasant stärker werdenden Schneefalls deutlich schlechtere Verhältnisse vor als die Startnummern 1 bis 10.

Die zehn Schnellsten des Slaloms hatten nicht den Hauch einer Chance, ihre Klassierungen zu halten. Es liegt daher richtig, wer von einer Farce spricht – das Rennen war unfair. Vermessen hingegen wäre, die Jury wegen fehlender Regularität zu kritisieren. Die Sicht war trotz des Schneefalls ausreichend, die Gesamtsituation für die Athleten zu keinem Zeitpunkt gefährlich. Es gab daher reglementarisch keinen Grund, das Rennen abzubrechen.

Der eine hat Glück, der andere Pech – in einem Freiluftsport spielt das Wetter mit. Vergangenen Sonntag wurde der Slalom am Chuenisbärgli von dichtem Nebel beeinträchtigt, der Aufschrei hielt sich in Grenzen. Weil es sich beim Profiteur nicht um einen krassen Aussenseiter wie Niels Hintermann, sondern um den Topfavoriten Henrik Kristoffersen gehandelt hatte.micha.jegge@bernerzeitung.ch

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