Zum Hauptinhalt springen

Slalomteam in Rekordverfassung

Die Schweizer setzen in ihrer früheren Sorgendisziplin ein Ausrufezeichen. Gleich drei Athleten, darunter Luca Aerni aus Grosshöchstetten, reihen sich im Slalom von Levi unter den besten sechs ein.

Rang 4, zeitgleich mit Teamkollege Daniel Yule: Kombinationsweltmeister Luca Aerni realisiert in Levi sein bestes Weltcupresultat.
Rang 4, zeitgleich mit Teamkollege Daniel Yule: Kombinationsweltmeister Luca Aerni realisiert in Levi sein bestes Weltcupresultat.
Keystone

Für einen Podestplatz hat es nicht ganz gereicht; es fehlten 9 Hundertstel. Ansonsten lässt sich über den ersten Weltcupslalom in dieser Saison aus helvetischer Perspektive nichts Negatives festhalten – im Gegenteil: Kombinationsweltmeister Luca Aerni und Daniel Yule belegten in Levi zeitgleich den vierten Rang.

Loïc Meillard stiess im zweiten Durchgang von Platz 20 auf Rang 6 vor; Reto Schmidiger war als Zehnter so weit vorne klassiert wie seit sechs Jahren nicht mehr. Nie zuvor waren drei Schweizer in einem Slalom in den Top 6 vertreten, nie zuvor waren vier Schweizer in einem Slalom unter den besten zehn zu finden.

Zurbriggen und Gini

Yule hätte gar den Sieg ins Auge fassen können, wenn er nicht im ersten Lauf nach der ersten Welle fast zum Stillstand gekommen wäre. Auch Aerni wusste, wo die Hundertstel verloren gegangen waren: «Ich hatte im Steilhang Mühe. Im ersten Lauf war ich ­generell zu verkrampft.»

So lagen Yule und Aerni bei Halbzeit lediglich auf den Positionen 11 und 13. Aerni war zuvor mit zwei fünften Rängen (im Januar 2014 in Kitzbühel und im Dezember 2015 in Madonna) zu Buche gestanden; Yule egalisierte in Finnland seine Bestmarke, die er letzten Januar in Zagreb aufgestellt hatte. Damals fehlten dem Walliser 22 Hundertstel zum Podest.

Weiterhin bleibt aber Silvan Zurbriggen – als Zweiter beim Nachtslalom von Schladming im Januar 2010 – der letzte Fahrer von Swiss-Ski, der es in der ehemaligen Sorgendisziplin des Verbandes in die Top 3 geschafft hat.

117 Abfahrts- versus 13 Slalomsiege

Wie schwer sich die Schweizer im Slalom getan haben, zeigt folgender Vergleich: In der 50-jährigen Weltcupgeschichte haben die männlichen Swiss-Ski-Vertreter 117 Abfahrten, aber lediglich 13 Slaloms gewonnen.

Der letzte Schweizer Sieg geht auf den November 2007 zurück, damals reüssierte der im Frühling zurückgetretene Marc Gini auf der Reiteralm. In Anbetracht der Breite im Slalomteam von Cheftrainer Thomas Stauffer ist davon auszugehen, dass der Bündner in absehbarer Zukunft einen Nachfolger finden wird.

Den Sieg sicherte sich der mittlerweile 33-jährige Felix Neureuther, der eingestand, das notwendige Glück auf seiner Seite gehabt zu haben. Eigentlich war alles angerichtet gewesen für den ersten Weltcupsieg eines Briten. Dave Ryding, der Halbzeitführende, lag rund eine halbe Sekunde vorne; kurz vor dem Ziel ­jedoch schied er aus.

Marcel Hirscher hatte sich im ersten Lauf als Vierter ausgezeichnet gehalten. Im zweiten Durchgang machte sich der Trainingsrückstand (Knöchelbruch) aber bemerkbar. Der Österreicher fiel auf Platz 17 zurück.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch