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Schweizer-Flop, Skifest top

Am Adelbodner Skifest bleibt der Gast König. Die Schweizer bekleiden Nebenrollen, die Zuschauer feiern die Sportler wie sich selbst. Und trotzdem kommt gelegentlich Wehmut auf.

Grosse Kulisse in beschaulicher Umgebung: Fast 30'000 Personen wohnen der 58.Auflage des Adelbodner Riesenslalomklassikers bei.
Grosse Kulisse in beschaulicher Umgebung: Fast 30'000 Personen wohnen der 58.Auflage des Adelbodner Riesenslalomklassikers bei.
Andreas Blatter
Auf dem Podest beim Slalom vom Sonntag: 1. Marcel Hirscher (Ö), 2. André Myhrer (Sd), 3. Henrik Kristoffersen (No).
Auf dem Podest beim Slalom vom Sonntag: 1. Marcel Hirscher (Ö), 2. André Myhrer (Sd), 3. Henrik Kristoffersen (No).
Manuel Lopez
Erster Lauf Slalom am Chuenisbärgli in Adelboden.
Erster Lauf Slalom am Chuenisbärgli in Adelboden.
Manuel Lopez
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Als im Zielraum die deutsche Nationalhymne gespielt wird, verteilt Carlo Janka bereits Autogramme – am Stand seines Kopfsponsors, fernab des Stadions. Die Szene, welche sich am Samstag bei der sogenannten Blumenzeremonie im Anschluss an den Adelbodner Weltcupriesenslalom beobachten lässt, spiegelt die Rollenverteilung auf der Strecke. König ist, wie in den letzten Jahren üblich, ein Gast. Die Einheimischen erinnerten auf der Piste, wie in den letzten Jahren üblich, an Bettler. Janka reihte sich nach mässiger Ouvertüre und ansprechender Reprise auf Rang 20 ein. Die sieben anderen Fahrer, welche Swiss-Ski im Klassiker vertraten, stehen in der Athletenzone, als Felix Neureuther gefeiert wird; sie tragen Turnschuhe. Zwei schieden im ersten Durchgang aus, fünf verpassten die Qualifikation für den zweiten Lauf – mit den glorreichen Sieben lassen sie sich keinesfalls vergleichen.

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