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Schweizer WM-Tag: Gold für Küng, Feuz holt Bronze

18 Jahre nach Bruno Kernen hat die Schweiz wieder einen Abfahrts-Weltmeister. Patrick Küng holt in Beaver Creek Gold und mit Beat Feuz auf dem 3. Rang stehen sogar zwei Schweizer auf dem Podest.

In guter Gesellschaft: Patrick Küng ist der zehnte Schweizer, der WM-Gold in der Abfahrt gewinnt.
In guter Gesellschaft: Patrick Küng ist der zehnte Schweizer, der WM-Gold in der Abfahrt gewinnt.
Keystone
Starke Schweizer Mannschaftsleistung: Nebst den beiden Medaillengewinnern Küng und Feuz runden Carlo Janka (9.) und Didier Défago (11.) die Schweizer Leistung ab.
Starke Schweizer Mannschaftsleistung: Nebst den beiden Medaillengewinnern Küng und Feuz runden Carlo Janka (9.) und Didier Défago (11.) die Schweizer Leistung ab.
Keystone
Ratlos: Eigentlich galt der Norweger Kjetil Jansrud als Kornfavorit, doch am Ende landete er nur auf dem 15. Platz.
Ratlos: Eigentlich galt der Norweger Kjetil Jansrud als Kornfavorit, doch am Ende landete er nur auf dem 15. Platz.
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Am Lauberhorn in Wengen hatte Hannes Reichelt den Schweizern die ganz grosse Ski-Party vermasselt, indem er Beat Feuz, Carlo Janka und Patrick Küng auf die Ränge 2 bis 4 verwies. Und auch in Beaver Creek jagte einer den Schweizern einen gehörigen Schreck ein. Der Amerikaner Travis Ganong, mit Nummer 22 als letzter der Favoriten gestartet, war hervorragend unterwegs, und er verdrängte Feuz tatsächlich noch auf Position 3. Doch an einem kam auch der US-Boy nicht mehr vorbei: Patrick Küng.

(Quelle: SRF/Zattoo)

Der 31-jährige Glarner krönte seine bisherigen Laufbahn mit einer risikoreichen und dennoch nahezu fehlerlosen Fahrt. «Schwierig zu sagen, ob es eine perfekte Fahrt war. Nur eines ist klar: Ich hatte sicher die schnellsten Ski an den Füssen», analysierte er gegenüber dem SRF. In Beaver Creek hatte Küng im letzten Winter seinen ersten Weltcupsieg eingefahren, doch in dieser Saison hatte es ihm in der Abfahrt nie aufs Podium gereicht. Platz 4 in Wengen war diesbezüglich sein bestes Ergebnis, weshalb er sich über die interne Qualifikation fürs Rennen hatte qualifizieren müssen. Und nachdem er im WM-Super-G nur den enttäuschenden 16. Platz belegt hatte, zählte er nicht mehr unbedingt zu den ganz grossen Anwärtern auf den Sieg. «Auch wenn das nicht alle getan haben – ich habe die ganze Zeit an mich geglaubt. Das ist einer der schönsten Tage in meiner Sportlerkarriere», so Küng.

Auch Beat Feuz hätte die Goldmedaille in den Beinen gehabt. Doch der Berner kam im Gegensatz zu Küng nicht ohne Patzer durch. Feuz geriet im obersten Streckenteil auf den Innenski und konnte nur knapp ins nächste Tor ziehen. Danach holte der Emmentaler mächtig auf und wurde letztlich noch mit Bronze entschädigt, womit er wie Küng seine erste Medaille an einem Grossanlass gewann.

Vier Schweizer in den Top 12

Carlo Janka und Didier Défago erreichten die Ränge 9 und 10, womit aber auch sie noch vor dem besten Österreicher klassiert waren. Der ÖSV, der mit zwei Goldmedaillen so gut in die WM gestartet war, brachte mit Olympiasieger Matthias Mayer den besten Mann auf Platz 11 und kassierte eine bittere Schlappe. Auch der mit einer Schulterverletzung gestartete Norweger Kjetil Jansrud konnte nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen und wurde nur 14.

1. Patrick Küng (Sz) 1:43,18. 2. Travis Ganong (USA) 0,24 zurück. 3. Beat Feuz (Sz) 0,31. 4. Steven Nyman (USA) 0,34. 5. Guillermo Fayed (Fr) 0,39. 6. Aksel Lund Svindal (No) 0,45. 7. Ondrej Bank (Tsch) 0,56. 8. Adrien Théaux (Fr) 0,63. 9. Carlo Janka (Sz) und Andrew Weibrecht (USA) 0,67. 11. Didier Défago (Sz) 0,71. 12. Matthias Mayer (Ö) 0,92. 13. Hannes Reichelt (Ö) 0,94. 14. David Poisson (Fr) 0,96. 15. Kjetil Jansrud (No) 0,99.

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