Sanna Lüdi ein Jahr gesperrt

Dopingsperre im Schweizer Skisport. Die Berner Skicrosserin Sanna Lüdi ist von Swiss Olympic bestraft worden, weil sie innerhalb von eineinhalb Jahren dreimal gegen die Meldepflicht verstiess.

Sanna Lüdi wurde von Swiss Olympic gesperrt.

Sanna Lüdi wurde von Swiss Olympic gesperrt.

(Bild: Keystone)

Die Berner Skicrosserin Sanna Lüdi ist von Swiss Olympic wegen wiederholter Verstösse gegen die Meldepflicht zu einer Sperre von einem Jahr verurteilt worden. Die Sperre läuft rückwirkend seit dem 11.Januar 2015. Lüdi wurden zudem von der Disziplinarkammer für Dopingfälle alle Resultate ab dem 1.Oktober 2014 gestrichen. Das Mitglied des Schweizer Nationalteams muss alle seit diesem Datum gewonnenen Preisgelder zurückzahlen und die Verfahrenskosten (1500 Franken) übernehmen.

Lüdis Karriere erleidet damit einen weiteren Knick. In der Vergangenheit ist die Oberaargauerin durch zahlreiche schwere Verletzungen gebremst worden. Die schweizerisch-finnische Doppelbürgerin hat erst 32 Weltcuprennen bestritten. Lüdi gewann in ihrer Karriere bisher 3 Weltcuprennen. Sie nahm zweimal an Olympischen Spielen teil. 2014 in Sotschi schied sie in den Viertelfinals aus. Das beste Resultat, das Lüdi gestrichen wurde, ist ein 4.Rang.

Auf Regeneration fokussiert

Die Meldepflicht von Antidoping Schweiz sieht vor, dass Athleten im Voraus Angaben über Aufenthaltsort und Erreichbarkeit machen müssen. Die Angaben müssen so ausführlich sein, dass der Athlet für unangekündigte Dopingkontrollen gefunden werden kann. Über das Ausmass der allfälligen Meldepflichten entscheiden das Leistungsniveau und die damit einhergehende Kontrollpool-Zugehörigkeit eines Athleten oder Teams. Lüdi verstiess in 18 Monaten dreimal gegen die ihr auferlegte Meldepflicht.

«Im Vorfeld der Winterspiele in Sotschi fokussierte ich mich auf die Regeneration. In der Hektik versäumte ich es, genaue Angaben über Aufenthaltsort und Erreichbarkeit zu machen. Ich entschuldige mich dafür», sagt Lüdi, die sich im Januar 2014 in Val Thorens am Fuss des Montblanc eine Fraktur des Fibulaköpfchens zugezogen hatte.

Die Freestylerin akzeptiert das Urteil, das innerhalb von drei Wochen angefochten werden kann. Ihr Comeback im Weltcup sei ohnehin erst Anfang 2016 geplant gewesen, meint das prominenteste Mitglied des Skiklubs Ahorn-Eriswil. Wegen des gleichen Vergehens wie bei Lüdi sperrte Swiss Olympic den Zürcher Boxer Angel Roque rückwirkend per 22.April 2015 für 15 Monate.

tww/si

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