«Ich hatte eine Hirnblutung»

Was für ein Rückschlag: Der Snowboarder Iouri Podladtchikov muss seine Medaillenträume begraben.

Das sagt Iouri Podladtchikov zu seinem Olympia-Aus. Video: Fabian Sanginés.

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Schwerer Rückschlag für das Schweizer Halfpipe-Team: Iouri Podladtchikov wird aufgrund der Nachwehen seines heftigen Sturzes an den X-Games nicht zum olympischen Wettkampf antreten können.

Der Halfpipe-Olympiasieger von 2014, der am 28. Januar in Aspen, Colorado, offiziell eine Hirnerschütterung und dazu einen Nasenbeinbruch erlitten hatte, musste für die Qualifikation vom 13. Februar Forfait erklären. Diverse medizinische Untersuche und Tests in den ersten Halfpipe-Trainings zeigten auf, dass ein Start von Podladtchikov nicht zu verantworten wäre. Denn es war keine Hirnerschütterung, die Podladtchikov erlitt: «Ich hatte eine Hirnblutung.»

Dieser Sturz kostete Iouri Podladtchikov die Olympia-Teilnahme. Video: Tamedia

«Nach allen Untersuchungen, die ich in den letzten zwei Wochen gemacht habe – inklusive meines ersten Trainings heute Freitag –, kann ich mit Sicherheit sagen, dass ein Start und eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in keiner Weise sicher und verantwortbar ist», sagt Podladtchikov. «Das MRI am Donnerstag hat ergeben, dass zwar Fortschritte erkennbar sind, aber mein Zustand bei weitem nicht stabil genug ist, um auf einem Niveau zu snowboarden, das für einen solchen Wettkampf gefordert ist.»

Der 29-jährige Zürcher hatte sich im März bei einem Sturz im letzten WM-Finallauf in der Sierra Nevada einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Er investierte viel und liess nichts unversucht, um im Bokwang Snow Park zum zweiten Mal in Folge Olympia-Gold zu holen. Der Plan ging nicht auf, weil ihn am Ende nicht die Verletzung im Knie stoppte, sondern der Crash an den X-Games. (RED)

Erstellt: 09.02.2018, 08:43 Uhr

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