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«Nicht nur Yule und ich»

Luca Aerni aus Grosshöchstetten ist im Slalom in die erweiterte Weltspitze vorgestossen. Vor dem sonntäglichen Auftritt in Adelboden spricht der 23-Jährige über die Kombination, Konstanz und interne Konkurrenz.

Luca Aerni wird am Sonntag in Adelboden zum Slalom antreten.
Luca Aerni wird am Sonntag in Adelboden zum Slalom antreten.
Keystone

Vier Slaloms bestritten, die Ränge 8, 12 und 8 belegt, in Madonna auf Podestkurs liegend fünf Tore vor Schluss ausgeschieden. Wie fühlt sich die Bilanz an?Luca Aerni:Ausgezeichnet, es passt im Moment vieles zusammen. Nun versuche ich, im gleichen Stil weiterzufahren; irgendwann wird es aufgehen.

Denken Sie ans Podest? Es ist schon noch ein kleiner Weg bis dorthin.

Wo führt dieser Weg durch? Momentan starte ich mit Nummer 20, das ist ein Handicap. Ich muss mich kontinuierlich steigern – und dann im entscheidenden Moment bereit sein, das letzte Risiko einzugehen.

Wie beurteilen Sie Ihre Leistungen, die Fahrten an sich? In jeder Fahrt war etwas drin, das mir nicht gefällt – in Madonna waren es die letzten fünf Tore. Ansonsten konnte ich im zweiten Lauf zeigen, was ich zeigen will.

Letzten Winter war Ihre Ausfallquote hoch gewesen – wie lässt sich die neue Konstanz erklären? Die letzte Saison war die erste nach meinen Rückenproblemen. Nun habe ich die Lockerheit, die mir schon zu Europacupzeiten geholfen hatte, wiedergefunden. Das Gefühl, schnell fahren zu können, ohne ans Limit gehen zu müssen, wirkt befreiend.

Zwei Podestplätze sind in der Regel vergeben, sofern Henrik Kristoffersen und Marcel Hirscher keine Fehler unterlaufen. Manfred Mölgg und Felix Neureuther haben die beiden in Za­greb geschlagen, obwohl sie keinen grösseren Fehler gemacht hatten. So weit sind Hirscher und Kristoffersen nicht entfernt.

Daniel Yule und Sie fahren auf dem gleichen Niveau. Treiben Sie sich im Training gegenseitig an? Ja, aber nicht nur Yule und ich. Im Training fahren auch andere Bestzeiten; es wechselt jeden Tag. Wir haben im Moment wirklich ein starkes Team.

Sie sind nicht nur im Slalom stark, wie der siebte Rang in der Kombination von Santa Caterina offenbart. Ich war überrascht, als ich im Super-G mit Startnummer 66 gleich auf Rang 30 vorstiess. Das Rennen hat Spass gemacht.

In der nächsten Woche wird am Lauberhorn kombiniert. Geht der Spass weiter? In Wengen wird eine Abfahrt gefahren, kein Super-G. Ich müsste die Abfahrtstrainings bestreiten und liesse Energie liegen, die mir in den Januarslaloms fehlen würde. Der Slalom hat ganz klar Priorität. Anfang nächste Woche werde ich in Davos zwei Europacup-Riesenslaloms bestreiten, da möchte ich die im Training gemachten Fortschritte bestätigen.

Zuerst starten Sie am Sonntag im Slalom von Adelboden. Was müssen Sie besser machen als am Donnerstag in Zagreb? Ich muss die schnellen Schwünge gleich nach dem Start auspacken, nicht erst nach dem ersten Drittel der Strecke.

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