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Muriel Jost bricht die Saison ab

Schmerzen im Sprunggelenk zwingen Snowboardcrosserin Muriel Jost zu einer Pause, aber nicht zum Rücktritt.

Peter Berger
Snowboarderin Muriel Jost aus Münchenbuchsee.
Snowboarderin Muriel Jost aus Münchenbuchsee.
Swiss-Ski

Am 11. Januar war Muriel Jost mit dem Schweizer Snowboardcross-Team nach Kanada gereist. Nach einer Woche ist sie am vergangenen Sonntag schweren Herzens vorzeitig heimgekehrt. «Snowboarden ging gut, aber am Abend konnte ich jeweils nicht mal mehr laufen», berichtet die 22-Jährige aus Münchenbuchsee.

Die Verletzung im Sprunggelenk hatte sie sich bereits im Dezember 2018 bei einem Sturz in Cervinia (ITA) zugezogen. Nach dem Crash im Halbfinal hatte sie noch den kleinen Final gewinnen können und mit dem 7. Rang ihr bisher bestes Weltcuper­gebnis realisiert.

Weil Ende Januar 2019 die Weltmeisterschaften in den USA anstanden (19.), hatte sie nur einen Monat pausiert. «Ich spürte zwar anschliessend die Schmerzen noch, dachte aber, es seien die Bänder.» Das Perfide: Die Schmerzen im Fuss waren nicht ständig da. Viel mehr machte ihr im Frühling noch ein gebrochener Arm zu schaffen, weswegen sie auch den Saisonfinal in Veysonnaz verpasste.

Im Knöchel habe sie in der Folge nur ab und zu beim Joggen ein Stechen verspürt. Doch eine erneute MRI-Untersuchung zeigte dann, dass der Knorpelschaden gravierender war als angenommen. Im Juli folgte die sofortige Operation. Mitte August kam der Gips weg.

Nach vielen Einheiten im Kraftraum, vielen Sitzungen beim Mentaltrainer und der Sportpsychologin war Ende Oktober der erste Schneetag Tatsache. «Ich hatte die erste Einheit der Sportler-RS ab­solviert, viel trainiert und fühlte mich bereit für die Saison.» Doch dann musste sie die Starts im Dezember in Montafon und Cervinia gleichwohl absagen.

Nun folgte mit dem Trainingslager in Kanada der nächste, vergebliche Versuch für das Comeback. «Ich kämpfte mit dem Entscheid. Ich möchte aber langfristig erfolgreich sein. In Absprache mit den Trainern kam ich deshalb zum Schluss, dass es am sinnvollsten ist, dem Fuss Zeit zur Erholung zu geben und auszusetzen.» Etwas leichter akzeptieren kann Jost die Zwangspause, weil diese Saison keine Titelkämpfe oder wichtige Selektionen anstehen.

Jost wird diesen Winter deshalb kein Weltcuprennen bestreiten. Sie betont jedoch unmissverständlich: «Von einem Rücktritt bin ich weit entfernt, das ist keine Option. Im Gegenteil: Mitte April startet der zweite Teil der Spitzensport-RS, bis dahin muss ich fit sein.» In Magglingen will die Profisportlerin während vier Monaten bei perfekten Bedingungen und ständiger Betreuung neuen Schub für die Saison 2020/2021 holen. «Mein Ziel bleiben die Olympischen Spiele 2022 in Peking», hält sie fest.

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