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Mit Tunnelblick auf Achterbahnfahrt

Olympiasieger Carlo Janka ist ganz unten angelangt. Dennoch irrt, wer glaubt, der 26-jährige Bündner präsentiere sich vor dem samstäglichen Riesenslalom in Adelboden mit finsterer Miene.

Die Frustration hält sich in Grenzen: Carlo Janka, der selbst nach dem WM-Titel nicht übermässig jubelte, bleibt auch im Misserfolg ruhig.
Die Frustration hält sich in Grenzen: Carlo Janka, der selbst nach dem WM-Titel nicht übermässig jubelte, bleibt auch im Misserfolg ruhig.
Markus Hubacher
Carlo Janka vermisst Daniel Albrecht in mehrfacher Hinsicht.
Carlo Janka vermisst Daniel Albrecht in mehrfacher Hinsicht.
Markus Hubacher
Cheftrainer Osi Inglin zum Thema Janka: Wenn ein Fahrer, der nicht in Form und nicht topfit ist, am Material herumschraubt, ist die Gefahr sehr gross, dass das Unternehmen in der Sackgasse endet und man sich verrennt.»
Cheftrainer Osi Inglin zum Thema Janka: Wenn ein Fahrer, der nicht in Form und nicht topfit ist, am Material herumschraubt, ist die Gefahr sehr gross, dass das Unternehmen in der Sackgasse endet und man sich verrennt.»
Keystone
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Ausreden sind keine zu vernehmen; es gibt weder Wenn noch Aber. Carlo Janka sitzt in der Lobby eines Adelbodner Hotels, äussert sich mit der ihm eigenen Nüchternheit zu seinen Schwierigkeiten auf der Piste. Zehn Weltcuprennen hat der Bündner in der laufenden Saison bestritten, dabei dreimal gepunktet. Als Bestergebnis steht der elfte Platz in der Abfahrt von Beaver Creek, im ersten Durchgang des Riesenslaloms von Alta Badia verlor er auf Dominator Ted Ligety fast acht Sekunden. Für einen Skifahrer seines Formats ist eine derartige Bilanz indiskutabel. «Schlechter geht es eigentlich nicht mehr», hält der 26-Jährige fest – von offensichtlicher Niedergeschlagenheit kann dennoch nicht die Schreibe sein. Wie es um sein Innenleben bestellt ist, lässt sich bestenfalls vermuten.

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