Meillard nähert sich der ersten Liga

Petra Vlhova lässt Mikaela Shiffrin hinter sich. Wendy Holdener belegt trotz verhaltener Darbietung im ersten Lauf Rang 3, Mélanie Meillard prescht im Final auf Platz 5 vor.

Mélanie Meillard fuhr überraschend auf den fünften Platz.

Mélanie Meillard fuhr überraschend auf den fünften Platz.

(Bild: Keystone)

Wendy Holdener kennt den Weg. Sie weiss genau, was zu tun aus, damit die ersehnte Premiere Realität wird. «Bereits im ersten Lauf ans Limit gehen, Vollgas geben», pflegt die Kombinationsweltmeisterin in diesem Kontext zu sagen.

Worte in Taten umzusetzen, ist auf diesem Niveau jedoch ausgesprochen schwierig. Elfmal – das Rennen vom Samstag inklusive – hat die Schwyzerin im Weltcup ein Slalompodest bestiegen, nie jedoch ist sie auf dem obersten Treppchen gestanden.

Shiffrin für einmal geschlagen

Der Platz an der Sonne wird in der Regel durch Mikaela Shiffrin besetzt, in Levi jedoch war Petra Vlhova um ein Zehntel schneller als die Seriensiegerin. Die Slowakin bildet mit Holdener und der Schwedin Frida Hansdotter jenes Trio, das über einen ähnlich schnellen Schwung verfügt wie die Amerikanerin. Shiffrins Dominanz gründet in erster Linie auf ihrer aussergewöhnlichen Stabilität, erwähnenswerte Fehler unterlaufen ihr selten bis nie.

Die Schnellste in der zweiten Liga, also jener hinter dem erwähnten Quartett, war die Jüngste unter den 30 Finalistinnen. Die mit ihrer Familie ins Wallis gezogene Neuenburgerin Mélanie Meillard, vor zwei Monaten 19 geworden, stiess im zweiten Durchgang von Platz 11 auf Rang 5 vor; sie egalisierte ihr bestes Weltcupergebnis. Michelle Gisin (15.) und Denise Feierabend (16.) rundeten die hervorragende Schweizer Bilanz ab.

Mit Lockerheit an die Spitze

In Anbetracht der Lockerheit, die Meillard im Stangenwald an den Tag legt, überraschte es nicht, sollte sie bereits in diesem Winter in die erste Liga aufsteigen.

Shiffrin wirkte beim Interview nicht ganz so locker wie gewohnt; mit Niederlagen tut sich die Überfliegerin schwer. Das gilt vor allem dann, wenn sie einer Jüngeren den Vortritt lassen muss. Shiffrin wurde am 13. März 1995 geboren, Vlhova auf den Tag genau drei Monate später.mjs

Berner Zeitung

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