Lars Rösti auf Medaillenjagd

Für Lars Rösti beginnen am Dienstag im Val di Fassa die letzten Junioren-Weltmeisterschaften. Der Speedspezialist aus St. Stephan gehört zu den Favoriten.

Lars Rösti schnupperte im Training am Lauberhorn bereits Weltcupluft. Foto: Anthony Anex (Keystone)

Lars Rösti schnupperte im Training am Lauberhorn bereits Weltcupluft. Foto: Anthony Anex (Keystone)

Peter Berger@PeterBerger67

Im Januar ist Lars Rösti 21 Jahre alt geworden. Für den Oberländer sind deshalb die Titelkämpfe in Italien seine letzte Junioren-WM. Rösti hat sich für diese Derniere viel vorgenommen: «In der Abfahrt ist eine Medaille das Ziel. Und wenn ich im Super-G nicht ausscheide, ebenfalls.»

Vor einem Jahr hat er bereits einmal zugeschlagen. An der Junioren-WM in Davos hatte er in der Abfahrt Bronze gewonnen, bloss drei Hundertstelsekunden hinter Sieger Marco Odermatt. Im Super-G war er ausgeschieden. «Auch dieses Jahr ist eine Medaille realistisch, die Konkurrenz ist indes sehr stark», sagt der Speedfahrer aus St. Stephan.

Aufgrund seiner Resultate im Europacup zählt Rösti zu den Favoriten. Zwei Tage nach seinem Geburtstag hatte er sich am 21. Januar selber noch ein Geburtstagsgeschenk gemacht. Als Dritter realisierte er in Kitzbühel seinen ersten Podestplatz im Europacup. «Das ist bisher mein Höhepunkt», sagt Rösti.

Eine Woche vorher hatte er bereits die offiziellen Trainings zur Weltcupabfahrt am Lauberhorn bestreiten dürfen. Die Feuertaufe auf höchster Stufe hätte dann eigentlich am 2. Februar in Garmisch stattfinden sollen, «doch wurde diese Abfahrt leider abgesagt». Wird Rösti morgen in der Abfahrt Juniorenweltmeister, steigen seine Chancen, dass seine Weltcuppremiere Anfang März in Kvitfjell (NOR) über die Bühne gehen könnte.

«So weit schaue ich nicht voraus, ich will mir nicht unnötig Druck machen. Es kommt, wie es kommt», meint der 90 Kilogramm schwere und 186 Zentimeter grosse Athlet gelassen. Weil er sich nach verhaltenem Saisonstart stetig steigern konnte, kämpft Rösti auch im Abfahrtsklassement des Europacups noch um einen Podestplatz.

Die ersten drei erhalten nächste Saison einen Startplatz im Weltcup. Der 26-jährige Diemtigtaler Nils Mani führt die Wertung an, Rösti folgt als zweiter Schweizer, aber als bester Junior auf dem 5. Platz. «Das ist viel besser, als ich erwartet habe, der dritte Gesamtrang ist deshalb auch noch ein Ziel.» 27 Punkte beträgt sein Rückstand aktuell auf Platz 3.

Doch vorerst zählt nur die Medaillenjagd im Val di Fassa. Dass er die Strecke vorher nicht kannte, erachtet Rösti nicht als Nachteil. «Zwei Trainings reichen dafür aus, sich an die Piste zu gewöhnen.» Gestern belegte er in der ersten Probefahrt Rang 2, 0,10 Sekunden hinter Manuel Traninger (AUT). Am Dienstag steht ein zweites Training im Programm. Morgen findet die Abfahrt, am Donnerstag der Super-G statt.

Berner Oberländer

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