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Lässt Lara Gut die Korken knallen?

Acht Jahre nach Bormio 2005 droht dem Schweizer Team in Schladming eine weitere Ski-WM ohne Medaille. Einzig das Frauenteam um Lara Gut schmälert die Angst vor dem Totalausfall.

«Ich hab gut trainiert, ich hab meine Fortschritte gemacht»: Lara Gut freut sich auf das erste Rennen in Sölden.
«Ich hab gut trainiert, ich hab meine Fortschritte gemacht»: Lara Gut freut sich auf das erste Rennen in Sölden.
Keystone
«Wenn ich das Gefühl habe, dass der Ski nicht passt, sag ich, was man anders machen sollte»: Lara Gut gibt sich auch in Materialfragen selbstbewusst.
«Wenn ich das Gefühl habe, dass der Ski nicht passt, sag ich, was man anders machen sollte»: Lara Gut gibt sich auch in Materialfragen selbstbewusst.
Keystone
Schrei der Erlösung: In Schladming 2013 holt Lara Gut mit Super-G-Silber die einzige WM-Medaille für die Schweiz.
Schrei der Erlösung: In Schladming 2013 holt Lara Gut mit Super-G-Silber die einzige WM-Medaille für die Schweiz.
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Es braucht schon ein Wunder, damit sich die Schweiz nächste Woche an der Weltmeisterschaft in Schladming nicht schämen muss. Alles andere als ein Debakel ist nicht absehbar, die schlechten Resultate in diesem Winter sprechen für sich. Bei den Männern schaffte es nur Carlo Janka zu einem Erfolgserlebnis. Der 3. Rang in der Super-Kombi von Wengen blieb jedoch der einzige Podestplatz für die Mannschaft von Trainer Osi Inglin.

Viel mehr Freude verbreitete das Team von Hans Flatscher. Die Schweizer Skifrauen jubelten diese Saison bereits viermal vom Podium, in Val-d'Isère feierte Lara Gut gar ihren ersten Abfahrtssieg im Weltcup. «Der Sieg war wichtig für Lara, für das Team, für Swiss-Ski», sagte Pauli Gut nach dem Rennen. Die Worte des Vaters sind neu, der Zwist zwischen dem Verband und dem Privatteam Gut ist beigelegt. Ein wichtiger Mediator war dabei Flatscher, der Lara Gut als Zugpferd für die Gruppe sieht. «Wir wollen Lara siegen sehen.»

«Das Gefühl wiederfinden»

Seit dem Triumph von Val-d'Isère lahmt aber auch Lara Gut. Nur dreimal fuhr die 21-jährige Tessinerin in den letzten acht Rennen in die Top Ten. Am vergangenen Wochenende schied sie im Riesenslalom von Maribor bereits im ersten Lauf aus. «Ich will schnell sein und das Gefühl für den Ski wiederfinden», sagte Gut noch vor dem Rennen. Die Hauptprobe für die anstehende Weltmeisterschaft ist ihr gründlich misslungen.

Trotz ihrem Zwischentief ist Lara Gut in fast jeder Disziplin für eine Medaille gut. Das hat sie schon 2009 bewiesen, als sie mit 17 überraschend die Weltspitze aufmischte und in der Abfahrt und der Super-Kombi Silber gewann. Zwei Jahre später scheiterte sie jedoch an den hohen Erwartungen. In der Kombi schied sie aus, in der Abfahrt und im Super-G verpasste sie das Podest um einen Wimpernschlag. Die Erinnerungen an die Ledermedaillen dürften der ehrgeizigen Allrounderin in Schladming zusätzlichen Schub verleihen.

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