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Janka straft die Österreicher Lügen

Schon im ersten Saisonrennen hat Carlo Janka eindrücklich unterstrichen, dass mit ihm im Kampf um den Gesamtweltcup zu rechnen ist. Allen Unkenrufen zum Trotz.

«Ich war selber etwas überrascht, wie gut es gelaufen ist» - Carlo Janka hat zu alter Stärke zurückgefunden.
«Ich war selber etwas überrascht, wie gut es gelaufen ist» - Carlo Janka hat zu alter Stärke zurückgefunden.
Keystone

Die Experten in Österreich hatten Carlo Janka nicht auf dem Zettel, als sie vor dem Weltcup-Prolog in Sölden ihre Favoriten auf den Gewinn der grossen Kristallkugel bekannt gaben. Nach dem Riesenslalom im Ötztal dürfte sich dies geändert haben. Janka verpasste das Podest trotz leichter Rückenbeschwerden nur um sieben Hundertstel. Er bestätigte damit die Wertschätzung, die ihm Ivica Kostelic und Aksel Svindal, zwei der prominentesten Figuren im Ski-Zirkus, entgegenbringen. Beide hatten den Bündner schon vor Sölden zum Kreis der Topfavoriten gerechnet.

«Mein physisches Level ist wie vor zwei Jahren, vielleicht sogar etwas besser», sagte Janka Ende September, als ihn das Schweizer Fernsehen im Training in Bad Ragaz besuchte. Im Gegensatz zur vergangenen Saison konnte er die gesamte Saisonvorbereitung der Swiss-Ski-Equipe problemlos absolvieren. Bilder wie an der WM in Garmisch, als er im Ziel völlig ausgepumpt in die Knie gehen musste, wird es laut Janka nicht mehr geben. Die Herzoperation am 23. Februar war erfolgreich, die Frequenz des Organs ist auch bei Belastungen wieder normal.

Für die Wettanbieter ist Janka nun sogar die Nummer 1

Der Online-Buchmacher Interwetten.com stuft Janka nun zusammen mit Kostelic und Svindal als heissesten Anwärter auf den wichtigsten Titel des Vor-Olympia-Winters ein. Wer auf den Schweizer wettet, bekommt im Erfolgsfall das Dreieinhalbfache seines Einsatzes zurück. Benjamin Raich figuriert als bester Österreicher auf Rang 4 der Tippliste – mit einer Quote, die doppelt so hoch ist wie jene Jankas.

«Ich war selber etwas überrascht, wie gut es gelaufen ist», sagte Janka nach seinen beiden starken Läufen in Sölden. Einen Teil seines Erfolges führt er auf den neuen Skischuh zurück, der ihm das Fahren auf eisigen Passagen erleichtere. Der «Ice Man» ist zuversichtlich, dass er auch seine Rückenbeschwerden bis zu den Rennen in Nordamerika in den Griff bekommen wird. Beim Weltcup-Prolog war er mit Schmerzmitteln unterwegs. Am Wochenende vom 26. und 27. November stehen in Lake Louise eine Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm.

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