«Ich hätte nie gedacht, dass ich jetzt schon einen Podestplatz habe»

Überraschung in Kranjska Gora: Der Nidwaldner Marco Odermatt schafft es erstmals in seiner jungen Karriere aufs Podest. Und es kommt noch besser für die Schweizer.
Marco Odermatt wird in Kranjska Gora nur von zwei Norwegern bezwungen. Video: SRF

Man solle Marco Odermatt noch Zeit geben, sind sich die Experten einig. Diesem jungen Schweizer, von dem Marcel Hirscher sagte, er könne in Zukunft ein Anwärter auf den Sieg im Gesamtweltcup sein. Und jetzt kommt diese Leistung in Kranjska Gora, dieser Podestplatz in seiner ersten kompletten Saison im Weltcup.

Den österreichischen Überfahrer Marcel Hirscher lässt Odermatt hinter sich. Alexis Pinturault ebenso. Nur die Norweger Henrik Kristoffersen und Rasmus Windingstad, auch Letzterer mit dem besten Resultat seiner Karriere, sind schneller.

Der 21-jährige Odermatt sitzt während des zweiten Laufs lange auf dem Leadersessel, nachdem er den ersten Durchgang als 15. abgeschlossen hatte. Leadersessel, das heisst ständige Aufmerksamkeit der Kameras, während des ganzen Rennens. «Hätte ich das gewusst, hätte ich mehr an meiner Fieberblase gebastelt», sagt der Nidwaldner und verweist im Schweizer Fernsehen schmunzelnd auf seine Oberlippe. Er sei mehr als zufrieden mit seiner Saison, fährt Odermatt fort, «sie war schon so sensationell. Ich hätte nie gedacht, dass der Einstieg in den Weltcup so gut verläuft und ich jetzt sogar schon einen Podestplatz habe».

Nogers Exploit hinter Odermatt

Und es kommt noch besser für die Schweizer. Loïc Meillard wird Siebter - und neben Windingstad und Odermatt feiert auch Cédric Noger als Vierter sein bestes Resultat im Weltcup. Der 26-Jährige ist eine Hundertstelsekunde schneller als Hirscher und deren sechs als Pinturault. Sucht man auf der Seite des Skiverbands nach den Resultaten des Ostschweizers, erscheinen vier Weltcup-Riesenslaloms: Did not qualify, Rang 18, did not qualify, Rang 20.

Cédric Noger scheiter knapp an Odermatt, landet auf Platz vier. Video: SRF

In seinem fünften Rennen gelingt Noger also der Exploit. Dafür habe er trainiert, sagt er, es sei ein super Tag für ihn - obwohl es einen heiklen Moment gibt: «Bei der Ausfahrt aus dem ersten Hang bin ich fast ausgerutscht und dachte: Reiss dich zusammen!»

Auch wenn er seinen ersten Podestplatz knapp verpasst hat, ist Noger überglücklich. Und schliesslich dankt er - ganz der Profi - den Therapeuten, die ihn «für dieses Rennen fit gemacht haben».

mro

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt