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Hoch geflogen, hart gelandet

Simon Ammann stürzte gestern Oberstdorf. Wie gefährlich Skispringer leben, zeigt ein Blick zurück in die Geschichtes dieses Sports.

Nach seinem Sturz im Eröffnungsspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf musste Simon Ammann seine Hoffnungen auf den Gesamtsieg begraben. Glücklich schätzen darf er sich aber trotzdem, denn nicht alle Stürze im Skispringen gehen so glimpflich aus. Redaktion Tamedia zeigt eine Sammlung von Unfällen, die für die Athleten glücklicherweise ohne Langzeitfolgen blieben.

Den Beginn macht Ammann gleich selbst. Vier Jahre nach seinem Doppelolympiasieg in Salt Lake City scheiterte das Unterfangen Titelverteidigung in Turin 2006. Im Probesprung für die Qualifikation stürzte er und musste mit dem Schlitten abtransportiert werden. Ernsthaft verletzt hatte sich Ammann nicht, dennoch flog er nur auf die Plätze 38 (Normalschanze) und 15 (Grossschanze).

Ein Experte im Wegstecken von schlimmen Stürzen ist der Österreicher Thomas Morgenstern. In Titisee-Neustadt stürzt er am 15. Dezember 2013 schwer und zieht sich dabei Abschürfungen im Gesicht, einen Fingerbruch, schwere Prellungen und Blutergüsse zu.

Doch davon liess sich Morgenstern nicht aufhalten. Zwölf Tage und eine Operation am Finger später gibt er bekannt, dass er wie geplant an der Vierschanzentournee teilnehmen wird. Morgenstern wird sogar Gesamtzweiter und scheint sich vom Sturz erholt zu haben. Dann aber gleich der nächste Schock: Am 10. Januar 2014 stürzt er beim Skifliegen am Kulm und zieht sich eine schwere Schädelverletzung und eine Lungenquetschung zu.

Nur gut einen Monat nach diesem Vorfall holt Morgenstern in Sotschi mit seinen Teamkollegen Olympiasilber im Mannschaftsspringen. Inzwischen hat der Österreicher seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Ebenfalls ein Meister der Sturzbewältigung ist der Tscheche Pavel Ploc. Bei seinem Heimspringen in Harrachov 1985 verliert er in der Luft das Gleichgewicht, prallt brutal auf und überschlägt sich mehrfach.

Für den Medaillengewinner bei Olympischen Spielen war das aber kein Grund zum Aufhören. Er sprang noch bis 1991 weiter und ist mittlerweile Abgeordneter im tschechischen Parlament.

Keine Seltenheit

Dass solche Stürze keine Seltenheit sind, zeigte das Springen im finnischen Kuusamo vor gut einem Monat. Dort stürzten sowohl der Slowene Anze Lanisek als auch der Deutsche Andreas Wellinger.

Lanisek zog sich bei seinem Sturz keine Knochenbrüche oder sonstigen Verletzungen zu und ist mittlerweile schon wieder bei der Vierschanzentournee im Einsatz.

Etwas weniger Glück hatte Wellinger. Er trug neben einer ausgeprägten Stauchung der Wirbelsäule auch eine Luxation des Schlüsselbeingelenks davon und fällt für eine unbestimmte Zeit aus. «Ich bin froh, dass ich mich nicht ernsthafter verletzt habe. Jetzt möchte ich möglichst schnell wieder auf die Schanze und Ski springen», so der 19-Jährige.

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