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Historischer Triumph der Schweizer Langlauf-Staffel

Die Schweizer Langläufer liessen sich von Silvan Zurbriggens Sensationssieg in der Abfahrt von Gröden inspirieren und überflügelten in La Clusaz die gesamte Weltelite.

Am Ziel: Curdin Perl läuft mit der Schweizer Fahne seinen Teamkollegen entgegen.
Am Ziel: Curdin Perl läuft mit der Schweizer Fahne seinen Teamkollegen entgegen.
Keystone

Die Schweizer Langläufer reifen langsam zu einer Weltmacht heran. Im französischen La Clusaz feierten Toni Livers, Dario Cologna, Remo Fischer und Curdin Perl den ersten Staffel-Triumph eines helvetischen Quartettes in der 30-jährigen Geschichte des Weltcups. Ende November hatten die Schweizer ihren ersten Podestplatz knapp verpasst, das Curdin Perl in der zweitletzten Kurve gestürzt war. Diesmal hielten Perls Nerven, er lief mit der Schweizer Fahne in der Hand mit deutlichem Vorsprung ins Ziel.

Toni Livers kehrte mit den stärksten Gegnern zur ersten Ablösung zurück. Dario Cologna zog danach zusammen mit Alexander Legkow, der ihm am Samstag die Weltcup-Führung entrissen hatte, vorentscheidend weg. Remo Fischer hielt auf der ersten Skating-Strecke nicht nur Petr Sedow in Schach, sondern überholte den Russen sogar in der letzten Steigung.

Diese Steilvorlage nutzte Schlussläufer Curdin Perl zum grossen Triumph. Der Engadiner baute elf Sekunden Vorsprung beim Wechsel auf eine Reserve von einer halben Minute im Ziel aus. Maxim Wilegschanin, der Sieger des 30-Kilometer-Rennens vom Samstag, hatte die Strapazen offenbar noch nicht völlig verdaut.

12'000 Franken für «Jeder Rappen zählt»

Dieser historische Triumph der Schweizer Langläufer deutet auf das Potenzial der vier Athleten hin, das insbesondere für die am 30. Dezember in Oberhof beginnende Tour de Ski, aber auch für die nordische Ski-WM von Ende Februar und Anfang März in Oslo viel erwarten lässt. Offenbar haben die Betreuer in der aktuellen Reihenfolge des Einsatzes der Athleten die richtige Mischung gefunden. In geänderter Reihenfolge hatte bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver nur der 10. Platz resultiert. An der WM 2009 in Liberec hatten die Schweizer den 7. Rang belegt.

Dass Toni Livers, Dario Cologna, Remo Fischer und Curdin Perl ihren Kopf nicht nur bei ihrem Sport und dem Material haben, bewiesen sie schon am Donnerstag während der Hinfahrt nach La Clusaz. Sie machten auf dem Bundesplatz in Bern Halt und versprachen, ein allfälliges Preisgeld der Aktion «Jeder Rappen zählt» zukommen zu lassen. Die Initianten dieses Solidaritätsanlasses können sich nun auf einen Brutto-Zustupf von 12'000 Franken seitens der Schweizer Langläufer freuen.

si

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