Gerangel in Fernost

Etliche Schweizer Speedspezialistinnen kämpfen auf der Olympiastrecke in Südkorea um Startplätze am Weltcupfinal in den USA. Mikaela Shiffrin beschränkt sich derweil auf Trainingsfahrten.

Fabienne Suters Zukunft ist noch ungewiss.

Fabienne Suters Zukunft ist noch ungewiss.

(Bild: Keystone)

Nächster Halt Jeongseon: Fand die Olympiahauptprobe der Männer im vergangenen Winter statt, absolvieren die weltbesten Skifahrerinnen am Wochenende in Südkorea eine Abfahrt und einen Super-G. Wobei Mikaela Shiffrin, die Nummer eins ihrer Zunft, angekündet hat, höchstens die Trainingseinheiten zu bestreiten.

Die Weltcupleaderin kann sich die Rennpause leisten. Weil Lara Gut an der WM in St. Moritz einen Kreuzbandriss erlitten hat, beläuft sich die Differenz zwischen der Amerikanerin und ihrer ersten Verfolgerin Ilka Stuhec auf 298 Punkte.

Aus der Perspektive von Swiss-Ski ist der Abstecher nach Fernost nicht nur im Hinblick auf die Olympiasaison von hoher Relevanz. Diverse Fahrerinnen kämpfen um einen Startplatz am Weltcupfinal von übernächster Woche in Aspen; teilnahmeberechtigt sind die Top 25 in den Disziplinenwertungen.

Die Berner Oberländerin Joana Hählen beispielsweise belegt in der Abfahrt Rang 37 und im Super-G Platz 24. Bräuchte die 25-Jährige in der Abfahrt vom Samstag für das Flugticket in den US-Bundesstaat Colorado einen Exploit, sollte im sonntäglichen Super-G eine solide Darbietung reichen.

Was macht Suter?

In der Abfahrt könnte es gar zum internen Gerangel kommen. Fabienne Suter, Jasmine Flury, Michelle Gisin und Priska Nufer liegen auf den Positionen 25, 27, 28 und 30. Besonders wichtig wäre die Finalqualifikation nach verletzungsbedingt verkorkstem Winter für Suter. Noch hat die 32-jährige Schwyzerin nicht kommuniziert, ob sie weiterfährt. Cheftrainer Hans Flatscher liess an der WM in St. Moritz verlauten, er gehe von einer Fortsetzung der Karriere aus.

Von helvetischer Präsenz auf dem Podest darf ohne Gut nicht ausgegangen werden. Überraschungen jedoch sind in Jeongseon allemal möglich. So hätte vor Jahresfrist kaum jemand gedacht, dass Carlo Janka im Super-G triumphieren würde.

Berner Zeitung

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