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Gegner schimpfen nach Schweizer Doppelsieg

Alexis Pinturault kritisiert nach dem Sturzfestival von Chamonix die FIS und erhält Unterstützung von einem Rivalen.

wie/kai
Loïc Meillard kommt im Final gegen Thomas Tumler zu seinem ersten Weltcupsieg. Video: SRF

Während die Schweizer im Parallel-Riesenslalom von Chamonixüber Platz 1 und 2 jubelten, ärgerten sich die geschlagenen Gegner. Nicht in erster Linie, weil Loïc Meillard und Thomas Tumler zuoberst auf dem Podest standen, sondern vielmehr über die Art und Weise, wie dieser Final zustande gekommen war.

Für die Konkurrenz mutete das Ergebnis an wie eine Lotterie und rief Unmut hervor. Alexis Pinturault twitterte: «Ich fühle mich verschaukelt. Wir Athleten werden als Spielfiguren einer Show angesehen und nicht als Akteure einer Sportart. Seit wann ist im Sport das Glück wichtiger als die Leistung? Und wie gefährlich ist das Format?» Der Franzose gehört zu den Grossen im Skizirkus, er hat Medaillen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen gewonnen, dazu 27 Weltcuprennen. Man würde meinen, sein Wort hätte Gewicht. Stattdessen fragt er: «Wann endlich hört die FIS die Athleten an?»

Der Gesamtweltcupführende Henrik Kristoffersen, auch er im Achtelfinal gescheitert, pflichtete seinem Rivalen bei, indem er antwortete: «Total einverstanden.» Und der frühere Skirennfahrer Kilian Albrecht, inzwischen Manager von Mikaela Shiffrin und schon länger ein Kritiker des Formats, schrieb: «Erneut zeigt sich die FIS unfähig, ein faires Rennen zu organisieren. Wacht auf!»

Nachdem Tumler und Meillard die erste Runde noch über die Zeit gewonnen hatten, profitierten sie danach reihenweise von Stürzen ihrer Gegner. Tumler gar in allen drei Läufen bis zum Final (im Halbfinal wäre er beinahe von Tommy Ford abgeräumt worden), Meillard musste nur im Viertelfinal den starken Aleksander Kilde über die ganze Renndistanz eliminieren.

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