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Beat Feuz besteht Belastungsprobe

Beat Feuz ist die Rückkehr in den Weltcup gelungen. Nun ist der Emmentaler bestrebt, die Ausgangsposition zu verbessern.

Auf anspruchsvollen Strecken gute Leistungen geboten: Beat Feuz erfreut sich nach langer Pause einer ausgezeichneten Verfassung.
Auf anspruchsvollen Strecken gute Leistungen geboten: Beat Feuz erfreut sich nach langer Pause einer ausgezeichneten Verfassung.
Keystone

Es sei «ordentlich» gelaufen, sagt Beat Feuz, auf seine Weltcup-Einsätze in Nordamerika und Val d’Isère zurückblickend. Der 22-Jährige ist kein Freund grosser Worte, erinnert in dieser Hinsicht an den um ein Jahr älteren Carlo Janka. Die Karrieren der Trainingskollegen indes sind unterschiedlich verlaufen. Derweil der Bündner als Junior einer unter vielen gewesen war, auf höchster Ebene hingegen sofort für Aufsehen sorgte und gleich in seiner zweiten Saison WM-Gold gewann, hatte der Berner an der Junioren-WM 2007 in Altenmarkt als dreifacher Titelträger selbst die Österreicher verblüfft. Einen Monat später folgte ein 14.Abfahrtsplatz anlässlich des Weltcup-Finals auf der Lenzerheide, ein halbes Jahr darauf ein Trainingslager in Zermatt, das für den Schangnauer mit gerissenem Kreuzband im Spital endete. Im Herbst 2008 entpuppte sich das linke Knie erneut als Schwachstelle, Feuz verbrachte den zweiten Winter in Folge im Kraftraum respektive vor dem Fernseher.

Kräfte raubendes Programm

Die Zeit des Wartens ist vorbei, der erste Belastungstest bestanden. Acht Weltcup-Rennen hat der Emmentaler innert 16 Tagen absolviert, drei Mal ist er mit Startnummern zwischen 50 und 70 in die Punkteränge gefahren. Den besten Eindruck hinterliess er in der Super-Kombination. In Beaver Creek verpasste er als 16. um 27 Hundertstel die halbe Olympianorm, in Val d’Isère «wäre mehr möglich gewesen». Rang 22 belegte Feuz im Zweiteiler auf der «Face de Bellevarde» – «der anspruchsvollsten Strecke, auf der ich bisher gefahren bin». Die Wettkämpfe auf dem «ebenfalls schwierigen» Kurs in Beaver Creek und die Rückreise seien nicht spurlos an ihm vorbeigegangen, die Batterien in Savoyen nicht voll gewesen, gesteht der Berner. In dieser Hinsicht mangle es ihm an Erfahrung, wobei er nicht glaube, «dass es einen gibt, der topfit in Val d’Isère ankam».

Etwas getrübt wird die erfreuliche Zwischenbilanz durch das ausgebliebene Erfolgserlebnis im Riesenslalom, jener Sparte, welcher Feuz in der Vorbereitung am meisten Beachtung geschenkt hatte. In den schnellen Disziplinen sei es wegen des geringeren Schneeabriebs in den Kurven einfacher als im Riesenslalom, mit hohen Startnummern nach vorne zu stossen, hält der Emmentaler fest. Deshalb wird er in den nächsten Wochen FIS-Riesenslaloms bestreiten und versuchen, die Ausgangsposition zu verbessern – einen Rückschritt in Kauf nehmen, um dann zwei Schritte nach vorne zu machen; so lässt sich das Vorhaben umschreiben.

Olympia – «ein Traum»

Heute nimmt Beat Feuz im Val Gardena im Hinblick auf die Abfahrt vom Samstag das Training auf. Vermag er sich mit der «Saslong» anzufreunden, rückt auch eine Teilnahme am freitäglichen Super-G in Griffnähe. Ausser Reichweite liegen derzeit die Olympischen Spiele. «Vancouver ist ein Traum, aber nicht mein Kerngeschäft», sagt der Emmentaler schmunzelnd. Der Richtlinie nähern könnte er sich Mitte Januar am Lauberhorn – «in Wengen werde ich in der Abfahrt der Super-Kombination erstmals unter den besten 30 starten.» Wer weiss schon, was unter diesen Umständen mit einer ordentlichen Leistung möglich sein wird?

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