Kostelic siegt – Janka glänzender Zweiter

Carlo Janka bescherte den Schweizer Fans schon am ersten Tag der Lauberhorn-Rennen einen Podestplatz. Der Bündner fuhr in der Super-Kombination dank eines Exploits im Slalom auf Platz 2.

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Janka, der am Morgen in der Abfahrt nur dem Italiener Christof Innerhofer den Vortritt lassen musste, steht in Wengen zum dritten Mal in Folge auf dem Kombinations-Treppchen. «Ich habe in beiden Läufen das gemacht, was möglich war. Ivica ist ein verdienter Sieger, er ist in der Abfahrt zu gut gefahren, als dass ich ihn noch hätte abfangen können», konstatierte Janka. «Irgendwie gelingt mir der Slalom in Wengen immer gut, das macht Mut für die Spezialabfahrt am Samstag.» Den Klassiker gewann der «Ice Man» im vergangenen Jahr. Vor überzogenen Erwartungen warnt er aber: «Der obere Teil, den wir in der Kombinationsabfahrt nicht absolviert haben, liegt mir am wenigsten.»

Silvan Zurbriggen, der in diesem Winter bislang der erfolgreichste Swiss-Ski-Athlet ist, musste mit Rang 14 vorlieb nehmen. Der grosse und schwere Walliser tat sich im weichen Schnee sichtlich schwer und war hinter Janka und dem zwölftklassierten Beat Feuz nur der drittbeste Schweizer. «Ich hatte einfach einen schlechten Tag, den ich nun auf die Seite legen muss. Ich werde am Abend noch die Abfahrt analysieren», so Zurbriggen.

Kostelic lobt den Slalomkurs seines Vaters

Ivica Kostelic, in der Abfahrt nach einer hervorragenden Fahrt Fünfter, liess sich die Butter am Nachmittag nicht mehr vom Brot nehmen. Er schlängelte sich mit Abstand am schnellsten durch den Stangenwald, den sein Vater Ante am Donnerstag ausgeflaggt hatte. «Seit meinem Sieg im Parallelslalom von München bin ich auf einer guten Welle und fühle mich wie ein Surfer», erklärte Kostelic. «Mein Vater hat aber fast noch die bessere Arbeit geleistet als ich.»

Zu Kostelic und Janka gesellte sich mit dem drittplatzierten Norweger Aksel Svindal ein weiterer Superstar auf das Podest. Den vierten Rang belegte überraschend der Abfahrtsschnellste Christof Innerhofer. Der Italiener trat mit einer Schnittwunde am Arm zum Slalom an. Diese hatte er sich bei der Besichtigung des Kurses zugezogen.

Daniel Albrecht schied in der Abfahrt aus, hatte aber ohnehin keinen Slalom-Start geplant. Das gleiche galt für Didier Cuche, der absichtlich zu spät zur Abfahrt startete und mit der viertbesten Zeit disqualifiziert wurde.

ak

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