«Der Frust ist gross»

Carlo Janka versagt am Lauberhorn und scheidet in der Abfahrt aus. Nach dem Podestplatz in der Super-Kombination erlebt der Bündner in Wengen ein Wechselbad der Gefühle.

«Das habe ich mir hier vor Heimpublikum anders vorgestellt»: Carlo Janka ist die Enttäuschung im Ziel deutlich anzumerken. (Video: Sebastian Rieder)
Sebastian Rieder@RiederSebastian

Am liebsten hätte Carlo Janka den Kopf in den Schnee gesteckt. Deprimiert stand er in Zielraum und starrte mit hängenden Schultern Löcher in den Boden. Nur einen Tag nach dem 3. Platz in der Super-Kombination scheiterte er in der Abfahrt und gleitete nach halber Strecke von der Piste. «Mir hat es kurz vor dem Sturz die Ski verschlagen, ich bin zu direkt ins Tor gefahren und machte dann einen Innenski-Fehler», analysierte Janka seinen folgenschweren Ausrutscher. «Das habe ich mir hier vor Heimpublikum anders vorgestellt, der Frust ist gross.»

Nachdenklich stimmte Carlo Janka nicht nur der Ausfall. Bereits im oberen Teil verlor er viel Zeit auf die Konkurrenz. «Es war alles nicht so optimal, auch der Hundschopf und das Brüggli sind mir nicht gelungen», so Janka, der mit dem Podestplatz in der Super-Kombi auf die Initialzündung am Lauberhorn gehofft hatte. Mit Rang 15 heimste Patrick Küng wenigsten ein paar Punkte ein, fand aber auch als bester Schweizer keine Befriedigung. «Das ist hier schliesslich keine Schweizer Meisterschaft», sagte Küng im Ziel, nachdem er fast zwei Sekunden auf Sieger Christof Innerhofer aus Italien verloren hatte.

Noch weiter zurück klassierte sich Didier Défago. Der Abfahrtssieger von 2009 hatte schon kurz nach dem Start keine Chance mehr auf einen Spitzenplatz. Die eigene Fahrt stellte er jedoch nicht so infrage, weil sich die Windverhältnisse im oberen Teil ständig verändert hätten. Etwas in Erklärungsnot geriet Silvan Zurbriggen. Mit Rang 19 war auch ihm der grosse Befreiungsschlag verwehrt geblieben, einen konkreten Fahrfehler konnte er bei sich allerdings nicht feststellen. «Ich weiss nicht, wo ich Zeit verloren habe», meinte der Walliser.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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