UHC Thun mit zwei Gesichtern

Der UHC Thun hat beim NLA-Auftakt am Samstag überzeugt, am Sonntag im Cup dagegen schwer enttäuscht.

Unzufriedener Daniel Steiner: Der Thun-Trainer musste zusehen, wie seine Equipe gegen das unterklassige Eggiwil aus dem Cup ausschied.

Unzufriedener Daniel Steiner: Der Thun-Trainer musste zusehen, wie seine Equipe gegen das unterklassige Eggiwil aus dem Cup ausschied.

(Bild: Marcel Bieri)

Es sollte ein glückliches Wiedersehen werden. Daniel Steiner und der UHC Thun bekamen als Cupgegner den 1.-Liga-Klub Eggiwil zugelost. Ausgerechnet jenen Verein, den Steiner vor seinem Wechsel zu Thun zuletzt trainiert hatte. Die Emmentaler hatten aber nicht im Sinn, ihrem Ex-Coach Freude zu bereiten, und eliminierten die Thuner.

Trotz mehrmaliger Führung der Oberländer stand es nach 60 Minuten unentschieden. «Wir haben zu wenig Aufwand betrieben, um den Sieg zu verdienen», sagte Thun-Captain Jonas Wettstein. In der Verlängerung belohnte sich Eggiwil gar mit dem Siegtreffer und der damit verbundenen Qualifikation für den Achtelfinal.

Steiner war enttäuscht, hatte er doch tags zuvor eine überzeugende Darbietung seiner Equipe gesehen. Im NLA-Auftakt gegen Vizemeister Alligator Malans hätte es den Thunern bei­nahe zu einem Punktgewinn gereicht. Am Ende stand 8:10 auf der Resultattafel, «wegen einzelner individueller Fehler», wie Steiner festhält.

Sein Team habe aber eine reife Vorstellung gezeigt, in der Offensive jene Qualitäten bewiesen, die der Emmentaler von seinen Spielern fordert. Trotz der Niederlage seien die Eindrücke und Emotionen positiv gewesen. Steiner ärgert sich, dass sein Team am Sonntag beim Cupspiel nicht davon hat zehren können.

Ein Betriebsunfall

Gewiss: Thun befindet sich in einer Phase des Umbruchs, gezeichnet von vielen Wechseln im Sommer. Der Altersdurchschnitt ist deutlich tiefer als in der Vorsaison. Es liegt auf der Hand, dass die Mannschaft Zeit braucht.

Das Ausscheiden im Cup ist nicht mehr als ein Betriebsunfall. Wettstein stellt klar: «Priorität hat die Meisterschaft.» Dabei gilt der Fokus primär den Duellen mit Uster und Zug, Kloten-Bülach und Waldkirch-St. Gallen. Mit denjenigen Teams, die – im Gegensatz zu Malans – ähnlich einzustufen sind wie die Thuner.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt