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«Wiley ist der Hammer»

«Wir sind stärker als letztes Jahr», sagt Dirk Gross vor dem Saisonstart. Der Trainer von Volley Köniz stellt sechs neue Spielerinnen vor.

Dirk Gross
Dirk Gross
Andreas Blatter

Am Sonntag startet Volley Köniz in die neue NLA-Saison. Was für eine Partie erwarten Sie gegen den Aufsteiger aus Genf, Dirk Gross? Dirk Gross: Wir werden nervös sein – wie das im Leben so ist, wenn man etwas zum ersten Mal macht (schmunzelt). Unsere neuen, attraktiven Spielerinnen wollen dem eigenen Publikum zeigen, was sie können.

Sie mussten das halbe Team ersetzen. Sittirak, Muñoz, Karpiak, Boketsu, Ostrowska, Protasenia und Vergé-Dépré verliessen den Verein. Konnten die Abgänge gleichwertig ersetzt werden? Ja. Wir sind als Mannschaft sogar stärker geworden. Die neu verpflichteten Spielerinnen übertreffen die Abgänge punkto Persönlichkeit, Einstellung zum Leistungssport und von der volleyballerischen Qualität her. Wir wollten uns im Block, in der Annahme und im Zuspiel verbessern – mit den Zuzügen der gross gewachsenen Barbara Dégi, Mindi Wiley und Livia Caluori sowie der erfahrenen Libera Maria Bertelli und Brittney Murrey am Pass haben wir das getan. Ich beabsichtige zudem, die Angreiferin Anika Schulz heuer auch in der Annahme einzusetzen.

Können Sie uns etwas über die neuen Ausländerinnen erzählen? Mindi Wiley ist der Hammer. Sie sorgt dafür, dass Emotionen im Spiel sind. Wiley ist engagiert und lautstark – ein Leadertyp. Die routinierte Maria Bertelli hat unsere Annahme verstärkt. Sie hat eine natürliche Ausstrahlung und behält auch unter Druck Ruhe und Übersicht. Brittney Murrey hatte in der Vorbereitung überragende Momente, in denen sie mit verdeckten, schnellen Zuspielen sogar die eigenen Spielerinnen überraschte. Ihr fehlt es noch an Konstanz. Die bundesligaerprobte Barbara Dégi hilft uns mit ihrer Erfahrung weiter.

Mit Sarina Schafflützel und Livia Caluori sind zwei Schweizerinnen neu zum Team gestossen. Ja. Die junge Sarina Schafflützel hat mich in der Vorbereitung am meisten überrascht. Die ehemalige Bieler Aussenangreiferin befindet sich auf dem Weg zur Führungsspielerin. Wenn sie auf dem Feld steht, passiert etwas. Sie kämpft um jeden Ball, sie will immer gewinnen. Ihre extrovertierte Art überträgt sich auf das Team. Livia Caluori muss ihre Rolle noch finden. Im letztjährigen Meisterteam von Voléro Zürich kam sie wenig zum Einsatz.

Was erwarten Sie von der neuen Saison? Es ist viel Bewegung in die NLA gekommen. Aesch-Pfeffingen verpflichtete mit Mestre Baro eine kubanische Ex-Weltmeisterin; Aniara Muñoz verstärkt Düdingen, Schaffhausen holte Grit Lehmann. Hinter Voléro Zürich wird es einen harten Kampf um Platz 2 geben – und den wollen wir erreichen.

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