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Die Gründe für Wackers Fehlstart

Ohne MVP Raemy ohne Chance in Schaffhausen – und ohne Punkte 2020: Wacker Thun tut sich schwer.

Adrian Horn

Ein neues Jahr – die alten Probleme. Ausfälle verzeichnet Wacker offensichtlich auch 2020, am Samstag fehlte neben den verletzten Ron Delhees und Gabriel Felder sowie dem rekonvaleszenten Luca Linder der angeschlagene Nicolas Raemy. Und vermutlich nicht zuletzt wegen der abermaligen Absenz des für die Widersacher nur sehr schwer berechenbaren Luzerners mangelt es im Aufbau unverändert an Durchschlagskraft. Überdies agierten die Thuner in Schaffhausen ineffizient, sie liessen beste Möglichkeiten aus, trafen sehr oft das Gehäuse. Und so unterlagen die Berner Oberländer den Kadetten 22:30 – und warten weiterhin auf die ersten Zähler nach der Winterpause.

Martin Rubins Team machte dort weiter, wo es am Dienstag in Zürich aufgehört hatte. Und das sind keine guten Nachrichten für jene Leute, welche mit den Thunern sympathisieren. Erneut klappte im Angriff wenig; wie gegen GC Amicitia erzielte Wacker in einer Halbzeit bloss neun Tore. Sechs Treffer betrug der Rückstand bereits zur Pause. Der vor lediglich knapp 500 Zuschauern ausgetragene Klassiker geriet wenig stimmungsvoll, der zweite Umgang besass gar Testcharakter.

Die Kadetten befinden sich offensichtlich in toller Verfassung. In ihrem Zuhause darf man gewiss verlieren, selbst als Träger eines Titels, was die Thuner durch ihren Cupsieg 2019 noch immer sind. Der BSV Bern unterlag an selber Stätte kürzlich mit 20:33. Wacker aber hinterlässt 2020 bislang einen schlechten Eindruck; das hält fest, wer die beiden bisherigen Meisterschaftspartien sowie das deutlich verlorene Testspiel gegen Chambéry gesehen hat. Bisweilen vermisst man den Esprit, öfter noch die Inspiration und zuallermeist den Schwung. Viel zu viel Zeit verbringen die Oberländer bei numerischer Gleichzahl damit, sich in der ungefährlichen Zone den Ball zuzuwerfen.

Und der zweimalige Meister kassiert zumindest in diesen Tagen eine Menge Tore. GC Amicitia hatte 29-mal getroffen; dieselbe Mannschaft unterlag am Wochenende Suhr 14:22.

Am Samstag trägt Wacker gegen Pfadi Winterthur das erste Heimspiel des Jahres aus – und steht dabei gefühlt bereits unter Druck. Den Titel kann man im Winter nicht verlieren. Goodwil aber sehr wohl.

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