Trotz Umbruch eine Erfolgsgeschichte

Der SV Wiler-Ersigen befindet sich in einer beneidenswerten Verfassung. Der Tabellenführer glänzt trotz – oder gerade wegen – des Einbaus vieler neuer Talente.

Antreiber eines jungen Teams: Routinier Matthias Hofbauer.

Antreiber eines jungen Teams: Routinier Matthias Hofbauer.

(Bild: Marcel Bieri)

Adrian Lüpold

Irgendwie fehlte den Akteuren von Wiler-Ersigen am letzten Samstag gegen Chur lange Zeit die Spannung und die Genauigkeit – zumindest im ersten Teil des Spiels. Erst im letzten Drittel demonstrierte der Meister jenen unbändigen Siegeswillen und Spielwitz, den das Team schon die ganze Saison auszeichnet und ihn vom Rest der Liga abhebt.

Mit Tempofestigkeit und schönen Kombinationen überrolte der Leader die Bündner nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand am Ende doch noch. Der letztlich souveräne 8:3-Sieg war ein weiterer Beweis für die grosse Klasse der Unteremmentaler, die zwei Runden vor Schluss der regulären Saison mit vier Punkten Vorsprung auf den Zweiten Floorball Köniz kaum noch von der Spitze zu verdrängen sind.

Ein grosser Umbruch

Dabei sind die teils äusserst souveränen Vorstellungen von Wiler-Ersigen während der Qualifikation alles andere als selbstverständlich. «Wir erlebten vor der Saison einen massiven Umbruch im Kader, verloren einige sehr erfahrene Spieler und so auch spielerische Klasse. Gleichzeitig bauten wir diverse talentierte Spieler ein», sagt Sportchef Marcel Siegenthaler.

Mit Thomas Berger verfügen die Unteremmentaler jedoch über einen idealen Chefcoach, der prädestiniert ist, einen Neuaufbau zu orchestrieren. Berger ist ein Erfolgsgarant, der schon alles gewonnen hat, aber auch als ausgezeichneter Ausbildner taugt, der weiss, was junge Akteure brauchen. «Wir hatten den Willen, den Weg mit den Jungen zu gehen. Bis jetzt ist es fast perfekt gelaufen», sagt Siegenthaler.

Der Sportchef schwärmt von der Bereitschaft und dem Willen, den die Talente mitbringen und das ganze Team mitreissen. «Wenn man einen Umbruch einleitet, darf die Qualifikation als Massstab für die Saison gelten», erläutert Siegenthaler und ergänzt: «Damit sind wir sehr zufrieden.»

Umbruch hin oder her: Das Selbstverständnis beim Meister bleibt. Und deshalb will man im Cupfinal (am 24. Februar gegen GC) und dem bevorstehenden Playoff noch eine Schippe drauflegen. Damit auch die Saison des Umbruchs erfolgreich wird.

Berner Zeitung

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