Tigers liegen zurück

Im Unihockey-Playoff-Viertelfinal zwischen den Tigers Langnau und Rychenberg Winterthur hat bisher immer das Heimteam gewonnen. Nun liegen die Emmentaler mit 2:3 Siegen im Rückstand.

Erst der Jubel, dann die Verletzung: Für Simon Stucki ist die Saison wegen einer Sprunggelenksblessur vorzeitig zu Ende.

Erst der Jubel, dann die Verletzung: Für Simon Stucki ist die Saison wegen einer Sprunggelenksblessur vorzeitig zu Ende.

(Bild: Marcel Bieri)

In Playoff-Zeiten richtet man sich oft nach der Maxime, dass nur Siege zählen, das Resultat selbst ist zweitrangig. Die Tigers Langnau müssen sich daran festklammern. Die Schlinge um ihren Hals zieht sich stetig zu. Eine Niederlage noch, und die Emmen­taler sind ausgeschieden.

Am Sonntagabend legte Rychenberg Winterthur in der Viertelfinalserie zum wiederholten Mal vor. Der HCR demonstrierte seine Heimstärke und liess den Tigern beim 7:3 kaum Luft zum Atmen – die Gäste blieben die ersten zwei Drittel lang gar ohne Torerfolg. «Wir wollten zu viel, agierten übereifrig und verkrampften uns», analysierte Tigers-Trainer Niklaus Engel.

Gegen die robusten Winterthurer tun sich die Tigers primär in der Offensive schwer, in fünf Playoff-Viertelfinalspielen netzten sie nur 16-mal ein. In der Qualifikation hatte Engels Equipe noch den zweitgefährlichsten Angriff der NLA und mit dem Finnen Joonas Pylsy (56 Punkte aus 22 Partien) den zweitbesten Skorer aller Mannschaften gestellt. Ausgerechnet jetzt in der entscheidenden Phase schwächelt Pylsy. Nicht spielerisch, er war im Auswärtsspiel vom Sonntagabend der beste Langnauer, aber gesundheitlich. Die gesamte letzte Woche musste der wirblige Center dem Training fernbleiben, und auch Spiel vier am Samstag verpasste er.

Im besagten vierten Spiel hatte es zwischenzeitlich nach dem ersten Break ausgesehen. Rychenberg hatte von Anfang an mehr vom Spiel, führte bei Spielmitte mit 3:1 und liess hinten nur wenig zu. Die Tigers fanden dank effektivem Powerplayspiel und einem etwas glückhaft abgelenkten Weitschuss zurück ins Spiel, derweil die Winterthurer im Abschluss zigfach sündigten. In der Verlängerung belohnte Ilkka Mäkipää die Emmentaler für ihren Kampfgeist.

Stucki fällt aus

Captain Simon Stucki konnte jenen Lucky Punch nicht mitfeiern. Kurz vor Ende des Mitteldrittels humpelte die Klublegende nach einem Foul in die Kabine – und tauchte nicht wieder auf. Die ­Verletzung am Sprunggelenk schliesst weitere Einsätze in der noch laufenden Saison aus. Damit geht eine grossartige Karriere auf bittere Art und Weise zu Ende. Stucki hatte seinen Abgang per Ende Saison bereits vor den Playoffs angekündigt.

Berner Zeitung

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