Tigers Langnau feilen weiter am neuen Spielstil

Gleich zum Auftakt der neuen Saison wartet auf die Emmentaler der Vergleich mit Titelverteidiger Floorball Köniz.

Taktikexperte Michal Rybka entwickelt die Tigers weiter.

Taktikexperte Michal Rybka entwickelt die Tigers weiter.

(Bild: Andreas Blatter)

Adrian Lüpold

Michal Rybka atmet Unihockey in jeder Sekunde. Der Tscheche ist ein detailversessener Coach, der alles dafür tut, seine Equipe und die einzelnen Spieler in jeder Trainingseinheit besser zu machen. Mit den Tigers Langnau startet Rybka am Sonntag gegen Meister Köniz (16.30 Uhr, Espace-Arena in Biglen) in seine zweite Spielzeit als Cheftrainer.

«Wir möchten in dieser Saison einen Schritt nach vorne machen», sagt Rybka, der die Tigers in seiner ersten Saison auf den starken dritten Platz in der Qualifikation geführt hatte, danach aber bereits in den Viertelfinals des Playoffs relativ chancenlos an Rychenberg Winterthur scheiterte (1:4 in der Serie). «Die gute Qualifikation aus dem Vorjahr soll bestätigt werden», erklärt Rybka und ergänzt sofort: «Natürlich möchten wir dann aber auch eine bessere Playoff-Serie spielen.»

Die Emmentaler stellen einhoffnungsvolles Team mit Entwicklungspotenzial. Der Umbruch mit dem Einbau vieler Talente begann bereits in Rybkas erster Saison, er soll nun erfolgreich fortgesetzt werden. Im Trainingslager in Tschechien feilten die Langnauer an Taktik und Spielsystemen. «Es war ein Auf und Ab mit Höhen und Tiefen, so, wie es in der Vorbereitung oft verläuft», meint Rybka.

Schon letzte Saison legte der Trainer das Augenmerk darauf, dass seine Equipe flexibler und variabler wird und in der Lage ist, während eines Spiels umzustellen und je nachdem auch eine andere Taktik anzuwenden, wenn es der Spielverlauf erfordert. «Natürlich bleiben die Tigers immer auch eine Mannschaft, die über das Kämpferische und das Kollektiv kommt. Das liegt in der Natur des Vereins. Aber wir wollen uns auch spielerisch immer weiterentwickeln und unberechenbarer werden.»

Dabei war es bereits in der letzten Saison augenfällig, dass die Tigers, die in der Vergangenheit oft als reines Konterteam agierten, versuchten, mehr über das Spielerische zu kommen. Eine Tatsache, die auch Exponenten in der Szene aufgefallen sei, wie Rybka betont. «Ich höre oft von aussen, dass eine Veränderung im Stil zu sehen sei. Das ist ein Zeichen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden», glaubt Rybka.

Verzichten müssen die Tigers auf die schwedischen Weltklassespieler Anton und Johan Samuelsson, die den Verein verliessen. Allerdings ist es Sportchef Marc Dysli gelungen, vielsprechenden Ersatz zu verpflichten. Zuzug Erik Härkönen bewies in der Schweiz, dass er ein versierter, torgefährlicher Stürmer ist. Er wird den Tigers in der Offensive ebenso weiterhelfen wie der spielstarke Verteidiger Lukas Meister, der von Wiler-Ersigen kommt. Aber auch in der Breite haben sich die Emmentaler gut verstärkt (siehe Box) – mit den Tigers wird in der neuen Saison wieder zu rechnen sein.

Berner Zeitung

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