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Schock für Fabian Cancellara: Doping-Vorwürfe

In einer belgischen Zeitung wird der Schweizer Zeitfahr-Olympiasieger mit dem Dopingmittel Cera in Verbindung gebracht. Er beteuert seine Unschuld.

Unter Verdacht: Fabian Cancellara an der Tour de France.
Unter Verdacht: Fabian Cancellara an der Tour de France.
Keystone

Grund für die Beschuldigung in den belgischen Medien sind 14 Proben der Tour de France, die das französische Anti-Doping-Labor AFLD noch einmal untersuchen wird. Sie werden in Lausanne abermals auf die erst seit Kurzem nachweisbare Epo-Variante Cera getestet. Vier davon sollen von Fahrern des dänischen CSC-Saxo-Bank-Teams stammen. AFLD-Chef Pierre Bordry erklärte, es handle sich auch um Topfahrer der Tour. «Einige werden in den nächsten Tagen schlecht schlafen», sagte Bordry.

Die Zeitung «Le Soir» beruft sich dabei auf angeblich «sichere Quellen» und benennt neben dem Schweizer Fabian Cancellara auch dessen Teamkollegen Stuart O’Grady, Fränk Schleck und Tour-Sieger Carlos Sastre als Fahrer, deren Blutproben auffällig gewesen sein sollen und deshalb nun erneut auf das Epo-Mittel Cera untersucht werden.

Zusammenhang mit WM-Absage

Die Verdächtigung Cancellaras in der belgischen Zeitung dürfte auch mit seiner Absage für die WM in der vergangenen Woche in Varese im Zusammenhang stehen. Der 27-jährige Berner war zuletzt zweimal in Folge Zeitfahr-Weltmeister gewesen, verzichtete aber nach dem Olympiasieg in dieser Disziplin sowie der Bronzemedaille im Strassenrennen auf die Titelkämpfe in Norditalien.

«Am Freitag sollen neue Erkenntnisse bekannt werden. Ich kann ruhig auf diese warten», erklärt Cancellara gegenüber Redaktion Tamedia. Er habe ein reines Gewissen, versicherte er. «Sollte ich je positiv getestet werden, dann ist es, weil jemand manipulierte», sagt Cancellara weiter.

Bereits achtmal getestet

Während der Tour de France war Cancellara achtmal getestet worden – vor allem zu Beginn. Die Organisatoren hatten damals angekündigt, Fahrer mit «auffälligen Werten» konsequent zu testen. So tappten während der Tour der Italiener Riccardo Ricco und Leonardo Piepoli, der Spanier Manuel Beltran sowie der Kolumbianer Moises Duenas in die Cera-Dopingfalle.

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