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Olympionikin für Volley Köniz

Mit der Verpflichtung der britischen Aussenangreiferin Janine Sandell hat Köniz seine Transferaktivitäten abgeschlossen.

Könizer Kraftpaket: Janine Sandell lässt mit Hantel und Medizinball die Muskeln spielen.
Könizer Kraftpaket: Janine Sandell lässt mit Hantel und Medizinball die Muskeln spielen.
Romel Janeski

Am Fotoshooting für das Saisonmagazin sind Antonina Poljakowa und Marina Kühner für sinnliche Posen gut. Eine Volleyballerin dagegen lässt im Ittiger Stufenbau schon mal die Muskeln spielen: Janine Sandell. Das Kraftpaket aus Grossbritannien ist der letzte Zuzug von Volley Köniz. Die 1,77 Meter grosse und 82 Kilogramm schwere Aussenangreiferin erlangte auf Youtube mit ihrem Auftritt im Rollstuhl internationale Bekanntheit. An den Olympischen Spielen in London verletzte sie sich gegen Japan schwer. «Nach einem Schmetterball trat ich bei der Landung einer Teamkollegin auf den Fuss. Ich spürte einen stechenden Schmerz. Dann wurde ich zur Ambulanz gerollt, die mich ins Spital überführte», sagt Sandell. Die Ärzte diagnostizierten einen Riss aller drei Bänder im rechten Sprunggelenk. Olympia nahm ein jähes Ende.

Dabei hatten die 30.Sommerspiele für die Neo-Könizerin verheissungsvoll begonnen. Gegen Algerien feierte die Führungsspielerin des britischen Teams einen historischen 3:2-Sieg – es war der erste Erfolg für die Gastgeber auf olympischem Parkett. Janine Sandell absolvierte den ersten Teil ihrer Reha auf der Baleareninsel Menorca. Mit dem spanischen Superligisten hatte die Britin zweimal das Championat gewonnen. Die Genesung verlief schleppend. Sandell verpasste die ganze letzte Saison. Erst eine im vergangenen April in London durchgeführte Arthroskopie führte zur Besserung ihres Gesundheitszustandes. Sie kehrte nach Menorca zurück, wo man sie jedoch ausmusterte. Sandell meldete sich daraufhin bei Köniz-Trainer Guillermo Gallardo, der sie zu einem Probetraining einlud. Nach eingehendem sportmedizinischem Check-up erhielt Sandell einen Einjahresvertrag.

Noch nicht ganz fit

«Ich bin zu 80 Prozent fit», verkündet Sandell, die auch Angebote aus Spanien, Italien und Deutschland vorliegen hatte. «Ich habe Köniz den Zuschlag gegeben, weil ich von Trainer Gallardo grossen Respekt habe und – bitte schreiben Sie das in ihre Zeitung – weil ich während meiner Probezeit im Gasthof Maygut in Wabern vom sympathischen Personal wunderbar betreut wurde.»

Volley Köniz bereitet sich seit sechs Wochen auf das am 20.Oktober beginnende Championat vor. Bis jetzt hat der NLA-Dritte alle Vorbereitungsspiele gewonnen.

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