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Neue Gesichter, alte Ausgangslage

Am Freitag (19.30 Uhr) eröffnen Wiler-Ersigen und Köniz die Unihockey-NLA-Saison. Auf dem Transfermarkt hat sich einiges ­bewegt, die Aussichten der Berner Klubs bleiben aber dieselben.

Diskussionsbedarf in Köniz: Trainer René Berliat will mit seinem Team besser abschneiden als in der vergangenen Saison.
Diskussionsbedarf in Köniz: Trainer René Berliat will mit seinem Team besser abschneiden als in der vergangenen Saison.
Tanja Buchser

Von fünf auf vier, die Berner NLA-Delegation ist geschrumpft. Mit drei klaren Playoff-Kandidaten stellt der Kanton Bern trotz Grünenmatts Abstieg noch immer die stärkste Fraktion in der NLA. Ein Überblick:

SV Wiler-Ersigen

Nach dem elften Meistertitel befindet sich Wiler-Ersigen in der gewohnten Rolle des Favoriten. Ebenso bekannt sind die Fragezeichen: wie lange können die Unteremmentaler auf Patrick Mendelin zählen? Wie steht es um Christoph Hofbauers Gesundheit? Zumindest Ersteres scheint mittlerweile geklärt: Mendelins Priorität gilt nach dem Champions Cup im Oktober dem NLB-Klub Basel Regio.

Mit Adrian Zimmermann und Philipp Fankhauser sind zwei prägende Figuren der letzten Jahre zurückgetreten. Das Kader ist insgesamt jünger als vor einem Jahr, doch die Nachwuchstalente sind gereift. Aus Schweden ist zudem mit Daniel Johnsson ein starker Skorer hinzugestossen. Das neue Wiler-Ersigen hat ein verändertes Gesicht: weniger Erfahrung, weniger gestandene Persönlichkeiten. Aber es ist nicht minder schlagkräftig in der Offensive.

Floorball Köniz

Rochaden hat auch Floorball Köniz hinter sich. Die langjährigen Teamstützen Emanuel Antener und Nino Wälti haben die Vorstädter verlassen. Im Gegenzug verpflichtete Sportchef Heinz Zaugg gleich drei Ausländer – ein Novum in der Könizer Vereinsgeschichte. Darunter figuriert mit Jesper Johansson auch ein Verteidiger mit offensiven Qualitäten; einen solchen hatte der Cupsieger und Vizemeister von 2016 in der Vorsaison vermisst.

Seine Mannschaft werde Zeit dafür benötigen, in Fahrt zu kommen, mahnt Trainer René Berliat. Auch weil die Könizer in der Vorbereitung diverse Ausfälle zu beklagen hatten. Klar ist aber: die unbefriedigende letzte Spielzeit (Out im Viertelfinal) soll vergessen gemacht werden. «Wir wollen uns überall steigern: in der Qualifikation, in den Playoffs und auch im Cup», hält Zaugg fest.

Tigers Langnau

Der Tscheche Michal Rybka, selbst ehemaliger Tigers-Spieler, ersetzt auf dem Trainerposten der Langnauer Niklaus Engel. «Das Spielsystem wird ein anderes sein», sagt Sportchef Marc Dysli. Das Team soll damit den nächsten Schritt machen.

Mit Joel Krähenbühl hat ein gutes Stück Kampfkraft und Erfahrung das Team in Richtung Wiler-Ersigen verlassen. In der Offensive sind die Emmentaler dank Simon Flühmann aber variabler geworden. Den grössten Verlust müssen die Tigers auf der Goalieposition hinnehmen: Curdin Furrer ist zu Chur zurückgekehrt, Jürg Siegenthaler wird somit zur klaren Nummer eins. Im Kern bleibt das Team bestehen, Weltklassespieler Johan Samuelsson dürfte sich noch stärker als im ersten Jahr entfalten können.

UHC Thun

Der neue Trainer Daniel Steiner hat als Ziel mutig die Playoff-Qualifikation vorgegeben. Nur gegen den Abstieg zu kämpfen, ist für ihn kein Thema. Im Vergleich zur Vorsaison, als die Thuner den Klassenerhalt erst in der Barrage realisierten, hat das Team an Substanz eingebüsst: Diverse gestandene Spieler sind kürzergetreten, ersetzt wurden sie grösstenteils durch eigene Nachwuchskräfte.

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